Man muss nicht jeden Mist unterschreiben!

Portrait zur Vita Christoph Maria Michalski fotografiert von Hergen Schimpf

Erschreckende Erkenntnisse über die Koalitionsverhandlungen


Von diesen Verhandlungen berichten Insider, dass „man sich erst mal drei Tage die Wahlprogramme vorgelesen hat!“.

Mit Erstaunen las ich dann am 1.12.2017 in der Neuen Osnabrücker Zeitung ein Interview mit einer Generalsekretärin, die sinngemäß äußerte: „Mit Zielen hätte es vielleicht funktioniert!“
Mir schaudert es, wenn Verhandlungen über unsere Regierungsbildung scheinbar derart ziellos geführt werden. Auch nach zweimaligen schmerzhaften Kniffen in Oberarm und Schenkel wollten die Leseeindrücke sich nicht relativieren.

FASSUNGLOSIGKEIT!

Wie will man jemanden überzeugen, in einer stilvollen Debatte, wenn keiner formulierten Ziele gibt? Das Akronym SMART aus dem Projektmanagement hängt allen Trainern und Teilnehmern an Seminaren mittlerweile zum Hals raus. Selbst beim Spiel braucht man Ziele und Strategien, Spielzüge und Durchhaltevermögen.

Die Augen müde vom Schmerz, glitten sie weiter zurück zur Überschrift. Toxisch schon angehaucht, brannte sich die Überschrift in der Retina fest „Man muss nicht jeden Mist unterschreiben!“
Ich kriege es nicht scharf, welchen Grund es geben kann, die Vorschläge und Meinungen anderer als Mist zu bezeichnen; sie damit abzuwerten, lächerlich zu machen im wahrsten Sinne des Wortes in den Dreck zu ziehen.

Ich vermisse ganz klar die Seriosität in der respektvollen Haltung anderen politischen Parteien gegenüber. Wieder haben Trainer und Teilnehmer Tränen in den Augen, wenn sie an die qualvollen Monologe der Profis über gewaltfreie Kommunikation oder respektvolle Kommunikation denken. Mit solchen Formulierungen diskreditiert sich ein Gesprächspartner gegenüber den andern beim Verhandeln auf Augenhöhe.

Von anderen Parteien bin ich solche rhetorischen Kniffe unter der Toleranzschwelle gewöhnt; die hatten bisher noch kein Mandat für eine Regierungsbildung erhalten.

Stoßen Sie sich nicht den Kopf an meinen Denkanstößen!

Wert#schätzung- Den Wert durch das Handeln schätzen.

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Auch wenn es nicht meiner ist! Ich unterstütze Corona-Risikogruppen mit Einkaufen gehen.


Bei einem Rentnerehepaar rufe ich vorher an, wann ich vorbeikomme und was der Einkauf gekostet hat. Bei der Übergabe der Waren und Quittung, Betrag 24,73€, fragt mich die Frau, ob ich 27 Cent rausgeben kann, dass sie es nicht passend hat.

Achtung mit der Reaktion! – Jetzt zeigt sich, ob Achtsamkeit, Wertschätzung und Co. im eigenen Geist verankert sind.

Ich bin, was Geld angeht, relativ großzügig; im Restaurant finde ich es ok., wenn alle jeweils 30€ auf den Tisch schmeißen und der Rest Trinkgeld ist. Es gibt fast immer einen, der dann sagt „Ich hatte aber keinen Nachtisch, ich zahle nur 25€!“ Sein Wert ist Sparsamkeit und ohne Bewertung anzuerkennen.

Meine erste Reaktion ist innerliches Augenverdrehen und lautlos Aufstöhnen- warum muss der so pingelig sein?

Diese Spontanbewertung ist vollkommen in Ordnung und akzeptabel. Die Natur hat das als schnellen Überlebensmechanismus gegen Reizüberflutung eingebaut. Dann läuft es weiter vorn im Hirn durch die Bewusstseinsschleife. Ich bin ok.-Du bist ok.

Das Entscheidende ist letztendlich das Handeln:
„Mein Vorschlag ist, dass Sie mir vorher einen realistischen Betrag aushändigen, mit dem ich bezahle und dann habe das Wechselgeld passend!“

Für mich viel weniger Aufwand und den Anderen wert-schätzend!

Der Konfliktcode ist geknackt! Wenn Sie weitere Live-Hacks suchen – senior@christoph-michalski.de oder 01578.1765683

Stoßen Sie sich nicht den Kopf an meinen Denkanstößen!

„Mach es zu deinem Projekt!“: In drei Schritten konfliktfrei durch die närrische Zeit!

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Der Countdown läuft, am Donnerstag ist es soweit. Um 11:11 Uhr heißt es dann wieder: Die Narren sind los!


Wenn Sie jetzt schaudernd zusammenzucken, kann ich Sie beruhigen: Karneval ist nicht jedermanns Fall. Und muss es auch nicht sein. Es gibt allerdings eine Sache, die uns alle etwas angeht, jeck oder nicht. Denn die „tollen Tage“ bieten einiges an Konfliktpotenzial. Damit Sie sich nicht noch bis weit über Aschermittwoch hinaus mit den Nachwirkungen der Session auseinandersetzen müssen, habe ich für Sie die drei wichtigsten Survival- bzw. Konfliktvermeidungsstrategien zusammengestellt.

1. Projektplan erstellen

Sicher erinnern Sie sich auch noch an die Hornbach-Kampagne, die Heimwerker jeder Façon aufforderte: „Mach es zu deinem Projekt!“ Daran sollten Sie sich ein Beispiel nehmen. Ja, richtig gelesen: Machen Sie Karneval in Ihrem Unternehmen zu einem „Projekt“. Dazu gehört natürlich auch ein ausgeklügelter Projektplan. Glauben Sie mir – es lohnt sich. So können Sie dafür sorgen, dass Sie nicht wieder von der jecken Zeit überrascht werden und dass es vor allem unter den Kollegen kein böses Blut gibt, weil sich jemand benachteiligt fühlt. Auch wenn die Karnevalstage für die echten Jecken Feiertagscharakter haben – rein rechtlich gesehen handelt es sich bei Altweiber, Rosenmontag und Co. um normale Arbeitstage. Damit der Betrieb dennoch rund läuft ist es sinnvoll, für eine „Notbesetzung“ zu sorgen. Am besten mit Mitarbeitern, die wenig karnevalsaffin sind. So können die Jecken Urlaub nehmen oder Überstunden abfeiern und sich ins Getümmel stürzen – und die anderen haben ihre Ruhe. In den Hochburgen wie Köln, Mainz und Düsseldorf hat es sich längst eingebürgert, zumindest am Rosenmontag die Pforten geschlossen zu lassen. Brauchtumspflege ist wichtig – aber bitte informieren Sie Ihre Kunden früh genug darüber und sorgen Sie dafür, dass keine wichtigen Fristen o.ä. in die Karnevalswoche fallen.

2. Klare Regeln definieren

Wie in vielen Fällen gilt auch hier: Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden! Graben Sie potenziellen Konflikten lieber von vornherein das Wasser ab, indem Sie gemeinsam ein paar Regeln für die „Ausnahmezeit“ festlegen. Wenn klar ist, dass keine Krawatten ohne Zustimmung massakriert werden, brauchtumsfremde Kollegen nicht zwangsgeschminkt werden, nach der Polonaise durchs Unternehmen weitergearbeitet wird und der gemeinsame Umtrunk bis 16 Uhr warten muss, ist viel gewonnen. Den jecken Kollegen die gute Stimmung ganz und gar zu verbieten, meine ich damit jedoch nicht. Wie wäre es zum Beispiel mit einem gemeinsamen (Kater)Frühstück? Da haben alle Kollegen etwas von!

3. Vermittler bestimmen

Ginge es im Karneval nur um Musik und gute Laune, wäre das ganze wahrscheinlich gar kein Problem. Doch Alkohol, hormonverseuchte Polonaisen und Bützchen bringen die Emotionen in Wallung – und damit schnell einen Konflikt aufs Tapet. Daher kann ich nur dazu raten, auch für diese Gebiete klare Regeln zu definieren. Egal, in welchem Kreis Sie feiern – unter Kollegen, Freunden oder Bekannten. Es kann auch sehr hilfreich sein, vorher einen Vermittler zu bestimmen, an den man sich im Zweifelsfalle wenden kann, wenn eine Situation doch etwas aus dem Ruder gelaufen ist. Gerade in Hinblick auf Übergriffigkeit und angemessene Annäherungen. Die Finger bleiben im eigenen Kostüm! Dazu rate ich besonders, wenn eine Feier im Firmenumfeld stattfindet. Denn auch, wenn es verlockend ist: Konflikte lassen sich nicht durch Schweigen aus der Welt schaffen.

Last, but not least noch ein kleiner Hinweis an die rheinischen Frohnaturen unter Ihnen: Ich gönne Ihnen die Freude. Aber bitte drangsalieren Sie Zugezogene nicht mit Missionierungsversuchen. Damit sorgen Sie bestenfalls für schlechte Stimmung und dicke Luft im Team.

Und falls Sie selbst eher zu den Karnevalsvermeidern gehören: Durchatmen! „De Zoch kütt“ – und Sie werden ihn nicht aufhalten können. Ich wünsche Ihnen die nötige Entspanntheit und Gelassenheit. Mit diesen Tipps werden Sie zumindest im beruflichen Umfeld die Nebenwirkungen deutlich abschwächen können. Und die gute Nachricht: Am Aschermittwoch ist alles vorbei!

Stoßen Sie sich nicht den Kopf an meinen Denkanstößen!

Corona Marketing

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Ich meine damit nicht virales Marketing!


Ich war in der letzten Woche auf verschiedene Veranstaltungen und da haben sich so 2 Typen A und B heraus kristallisiert. Typ A auf der einen Seite beinhaltet peinliches Schweigen, keiner redet darüber, alle sind so bemüht, Normalität vorzutäuschen- aber alles mit einem peinlichen Gefühl, teilweise schon ein bisschen Trotz dabei nach dem Motto: Lasst uns das jetzt trotzdem machen. Eine beklemmende Atmosphäre im ganzen Saal.

Auf der anderen Seite Typ B, bei dem in der Erinnerungsmail an die Besucher offensiv vorgegangen wurde: „Ja wir wissen um die Situation und haben da so ein paar Verhaltensideen, die wir ihn für heute gerne an die Hand geben möchten – im wahrsten Sinne des Wortes.“ Dort waren dann Absperrbänder, die die Menschen beim Einlass abstandmäßig kanalisierten und Personal, was darauf achtete. Überall waren Plakate, auf denen stand: “ Ein freundliches Lächeln ist wie ein Händedruck!“

In der Moderation und Begrüßung wurde angesprochen, dass man sich Gedanken gemacht hat und alles Erdenkliche dazu beiträgt, dass Infektionsrisiko zu minimieren. Die Sanitäranlagen werden speziell und permanent gereinigt, Päckchen mit Taschentüchern liegen überall aus und es wird um Rücksicht miteinander gebeten. Spürbar waren ein gemeinschaftliches Ausatmen und eine gewisse Erleichterung bei den Besuchern, dass es doch eine gute Entscheidung war, zu kommen.

Fakten beruhigen nur, wenn damit ein Sicherheitsbedürfnis befriedigt wird – und zwar direkt und nachvollziehbar. Ein konkretes Beispiel: der Virus hat eine Hülle, die aus einer Fettschicht besteht. Intensives Waschen mit einer Lotion oder Seife löst diese Fettschicht auf und macht damit den Virus angreifbar. Zack! – Zusammenhang verstanden, Sinnhaftigkeit deutlich geworden und schon mache ich es freiwillig und bin dabei sogar noch einsichtig.

Um als Unternehmen meine Botschaft draußen zu platzieren, beauftrage ich eine Marketingagentur mit dieser Aufgabe. Warum gibt es keine übergeordnete Agentur, die die Kommunikation und Verlautbarungen für die Öffentlichkeit aufeinander abstimmt und deren Wirkung auf die Bevölkerung vorher überprüft?

Mehr dazu in meinem YouTube Video

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Der wahre Virus ist Egoismus!

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Natürlich ist es eine Gefahr, eine Bedrohung, die uns alle angeht.


Da nutzt es auch nichts zu relativieren, dass an einer normalen Grippe viel mehr Menschen erkranken und sterben als an Corona. Was bei dieser Hysterie und Panik momentan nach oben gespült wird, ist die zeitgemäße Form von Egoismus.

Die Hamsterkäufe zeigen, dass in Extremsituationen jeder nur an sich selber denkt. Da werden Desinfektionsmittel und Gesichtsmasken gekauft, die einen ganzen Ortsteil über Jahre versorgen würden – die medizinischen Einrichtungen fehlen diese Gegenstände. Angeblich ist es der Selbsterhaltungstrieb und die individuelle Risikoabschätzung – sagen Fachleute.

Menschen sind Gemeinschaftswesen und ohne die Gemeinschaft würden wir nicht lange überleben können. Jetzt kommt der gewagte Sprung in die neue digitale Welt:

Dieser Egoismus wird durch die Neuen Medien stark fördert. Ich kann mich darstellen, bekomme Publikum und eine Reichweite, die mit bisherigen Medien nicht möglich war. Ich setze Filter ein, arrangiere die Bilder und bringe nur das nach außen, was mich vorteilhaft erscheinen lässt. Und das Ganze noch in meiner sogenannten Blase, also bei den Menschen, die ich mir in meinem virtuellen Freundeskreis ausgesucht habe.

Ein Influencer wird das nur durch seine Follower!

Das ist der entscheidende Satz, der die Kausalität entlarvt. Deren Einflussnahme erfolgt also durch die Folgschaft der Fans und durch die eigene Leistung des Influencers.

Die Kunst ist es, zwischen dem Ich und dem Wir eine Balance zu finden. Das zu schaffen in der sich immer schneller drehenden Welt wird schon für die Erwachsenen schwer. Wie bereiten wir unsere Kinder darauf vor? Aber ich merke ich schweife ab….

Wenn jeder Arzt und medizinisches Personal nur an sich denken würden- wem kann ich dann einen vorhusten?

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Ich ändere den Facebook Algorithmus

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…das irritiert mich immer wieder, wenn Menschen durchs posts ankündigen, dass sie dieses Wunder vollbringen.


IRONIEmodus an: Das ist das Gleiche, sich auf eine Klippe zu stellen und sich vorneigend lauthals zu verkünden „Ich widerspreche der Schwerkraft!“ Kann mann/frau machen, Ergebnis vorhersehbar und ungünstig.

Ein Algorithmus ist ein Rechenvorgang nach einem bestimmten Schema, das von Menschen vorgegeben ist. Mit Eingabe von Gewicht und Körpergröße (Anfangszustand) wird der Body-Mass-Index (Endzustand) berechnet- die Formel, die der Mensch hinterlegt hat, lautet BMI = Gewicht geteilt durch Körpergröße zum Quadrat.

Das Gleiche macht Facebook mit dem ehemals so titulierten Edgerank oder neuerdings Newsfeed Algorithmus. Einflussgrößen waren/sind Affiniät (Anzahl und Qualität der vergangenen Interaktionen (Kommentare, Likes, Shares …), Gewichtung (Kommentar oder Like), Timing und Aktualität. Weiterhin nur Text, oder mit Bild/Video, Livevideo….. So richtig weiß keiner, wie das funktioniert- Betriebsgeheimnis!

Ach so- ist der IRONIEmodus schon aus?-egal!

Was mir Angst macht, ist die digitale Amnesie, die sich dabei zeigt. Wir reden von Digitalisierung und Medienkompetenz und einfache Mechanismen der Bits und Bytes sind noch vielen Menschen verschlossen. Aber kräftig mit diskutieren!

Wieder mal Einstein „Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein!“
Wäre aber klüger gemäß „Si tacuisses, philosophus mansisses.“ – „Wenn du geschwiegen hättest, wärst du ein Philosoph geblieben.“

BESSERWISSERmodus aus!

P.S. Bildung ist die wichtigste Investition in die Zukunft- Auch bei Erwachsenen!

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Sicherheit muss fühlbar sein!

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In den letzten Wochen tobt ein erbitterter Expertenstreit: Pandemie ja oder nein,…


welche Vorkehrungen getroffen werden müssen. Wie sicher ist es, an einer Großveranstaltung teilzunehmen? Ist unser Gesundheitssystem ausreichend vorbereitet?…

Meiner Einschätzung nach entsteht die hohe Temperatur die Diskussion durch den emotionalen Faktor. Sachliche Informationen tragen nur im geringen Maße zur Beruhigung der Bevölkerung bei. Alle Statistiken helfen mir nicht, wenn ich Angst habe.

Das ist für mich der große Mangel der aktuellen Diskussion: Das Bedürfnis nach Sicherheit wird nicht gestillt! Was mir also fehlt, sind tatkräftige Aktionen, wie zum Beispiel die Aussage eines Ministers, dass das Auffüllen von Regalen am Wochenende erlaubt sei, damit der Eindruck vermieden wird, es existieren Engpässe in der Versorgung. Wenn ein Fußballverein Zuschauern aus der Region Heinsberg das Angebot macht, den Stadionbesuch gegen Geldrückgabe und einer Freikarte auszusetzen.

Es würde meiner Ansicht nach also mehr zur Beruhigung beitragen, gemeinsame Aktivitäten zu entwickeln, die das Bedürfnis nach Sicherheit und Zusammenhalt fördern.

Warum werden in Schulen nicht offizielle Handwaschpausen eingerichtet, Elternabende und Infoveranstaltungen angehalten? Es gibt viele Ideen, wenn wir die Menschen einbeziehen.

Die Ausbreitung des Virus kann meiner Ansicht nach stark eingedämmt werden, wenn offensiv und für Menschen erlebbar gehandelt wird.

Das ist die Aufgabe eines Katastrophenplan für Pandemien, nicht nur die logistischen und wissenschaftlichen Aspekte zu berücksichtigen, sondern die Gefühlswelt und Bedürfnisse der Menschen aufzunehmen und durch gezielte Aktionen zu stärken.

Lieber mittendrin statt außen vor!

Mehr dazu in meinem YouTube Video

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Konflikte sind sexy!

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Kann ein Video den Ruf ruinieren?…klares Jein!


Anfang Februar 2020 habe ich ein Musikvideo mit meinem Herzensthema veröffentlicht. Entstanden in dem coolen Format eines Kollegen: Mit einem transportablen Tonstudio und ein paar Handy-Kameras im Koffer besucht er unterschiedliche Gäste und lädt sie zu einem Experiment ein. Die Aufgabe: Innerhalb von drei Stunden etwas Musikalisches zu produzieren. Es wird nichts vorbereitet, es bestehen keine Vorab-Absprachen. Gestartet wird mit dem berühmten „weißen Blatt“.

Nach der Veröffentlichung habe ich die unterschiedlichsten Rückmeldungen erhalten. Sie reichten von „hammermäßig“ über „zu privat“ bis zu „…das kannst du als älterer Herr doch nicht machen! Was sollen deine Kunden denken!“. Interessant und ich bewege alle Meinungen in meinem Herzen.

Es ist definitiv zu sehen, wie viel Spaß wir bei der Produktion hatten und mit den ganzen technischen Herausforderungen der Pilotfolge und der Zeitbegrenzung- ein groovendes Ergebnis. War alles freiwillig und von mir freigegeben.

Ich habe den Mut, eine Seite zu zeigen, die vielleicht nicht viele kennen, im privaten Rahmen und ohne Business Rüstung; also nicht so pastoral und seriös :-).

Ja, In meinem Leben gibt es viele Widersprüchlichkeiten. Das ist ja genau meine Qualität, weil ich viel erlebt, erlitten und auch triumphiert habe- neugierig und interessiert gesegnet bin mit einigen Talenten und Mut.

Damit bin ich scheinbar eine Spiegelfläche und Projektionswand für andere. Ich zeig dann eine Facette, die bei anderen klingelt, Resonanz erzeugt und eventuell den Buzzer drückt – zack! Die Reaktion sagt mehr über den Absender aus als über mich. Interessant und ich bewege alle Meinungen in meinem Herzen.

Ein Kommunikationsmodell mit 4 Ebenen beschreibt eine davon als Selbstkundgabe: Ich sage bei jeder Kommunikation immer etwas über mich selber aus, meine Stimmung, meine innere Haltung und mein Wertesystem.

Ich habe mich dazu entschlossen, Spekulationen darüber bei mir in der Art zu begegnen, dass ich mich zeige, die verschiedenen Facetten offen lege.

Jede(r) kann entscheiden, ob der Link zum Video geklickt wird.

Auf jeden Fall lerne ich so die Menschen und Kunden kennen, die uns beiden gut tun!

P.S. Der ganze Entstehungsprozess findet sich in ca. 30 Minuten Länge bei Youtube Emanuel Koch.

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Glyphosat – dagegen ist (k)ein Kraut gewachsen.

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Kann ich überhaupt überzeugt werden? Der angeblichen Sachlichkeit auf der Grünspur.


Es grünt so grün, wenn…

Ich bin arbeitender Verwalter eines Grundstücks mit fast 1500 m², hauptsächlich grünes Land, also Pflanzen. Es gibt Phasen im Jahresverlauf, in den ich auf Knien rutschend Grünzeug aus den Fugen der Terrasse kratze, vom Vertikutieren zu Saisonbeginn ganz zu schweigen. Da ist die Versuchung schon groß, mithilfe von Chemie die Arbeit zu vereinfachen- draufsprühen und fertig!

Die Informationen sprießen aus den Medien…
Upps- das war doch was- Glyphosatskandal- ein Minister war genauso orientierungslos wie die Bienen, die damit in Kontakt kommen.

Eine Internetrecherche fördert einen breit gefächerten Informationswust ans Tageslicht:
Glyphosat blockiert die Produktion bestimmter Enzyme, die das Wachstum der Pflanzen organisieren; funktioniert nur in der Flora, Fauna bleibt biologisch unbehelligt. Die Substanz steht im Verdacht, wahrscheinlich krebserzeugend zu sein. Unterschiedliche Organisationen kommen zu unterschiedlichen Studienergebnissen. Beim Einsatz wird auch der Lebensraum für Insekten und anderen Kleinlebewesen zurückgedrängt.
Aber-biologischer Anbau benötigt für die Produktion von Feldfrüchten mehr als doppelt so viele Hektar wie konventioneller Ackerbau und das Unkraut muss auch mechanisch weg- dem Artenschutz steht also nur die Hälfte der Fläche zur Verfügung…

Das Fruchtfleisch hat eine harte Schale…
Angeblich sind 74 % der Deutschen bereit, höhere Lebensmittelpreise zu zahlen, wenn auf Glyphosat verzichtet werden würde. Der Anteil von Nahrungsmitteln aus Bioproduktion beträgt lediglich 5,1 %. Drei von vier Deutschen sind bereit mehr Geld auszugeben und in Wahrheit kauft nur jeder 20. Bioprodukte. Dieselbe Orientierungslosigkeit wie beim Minister und den Bienen.

Die zarte Knospe der Meinung…
Über dieses Thema debattieren bedeutet, Informationen auszutauschen und die bessere Argumentation gelten zu lassen. Dabei kommen jedoch die unterschiedlichen Wertesysteme unweigerlich ans Tageslicht. Durch diese Zutat wird eine Meinungsaufgabe emotional erschwert.

So bleibt also nur das gemeinsame Ringen um Spielregeln übrig- ein langer intensiver Prozess, der die Bereitschaft voraussetzt, die andere Einstellung zu respektieren.

Die Ernte lautet also…
Erkläre mir Deine Position und ich wiederhole diese so lange, bis Du sagst „Du hast mich verstanden!“. Dann tauschen wir die Rollen, bis Du meinen Standpunkt verstanden hast. Erst dann tauschen wir die Argumente aus und starten den Versuch zu überzeugen. Dabei achten wir beide darauf, dass der emotionale Gesprächsanteil klar gekennzeichnet ist und ohne Vorwürfe von statten geht.

Wir sollten vorher düngen…
Kommunikation kann nur funktionieren, wenn die grundsätzliche positive Bereitschaft dazu besteht.

Der erste Schritt dazu kann sein, den anderen verstehen zu WOLLEN…

Stoßen Sie sich nicht den Kopf an meinen Denkanstößen!

Heute ist der Tag der Blockflöte und welches Schicksal sie mit Konflikten gemeinsam hat

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Bei vielen Menschen sträuben sich bei dem Wort „Blockflöte“ die Nackenhaare auf.


Alles Erinnerungen an unsere Schulzeit, wo wir teilweise im Musikunterricht mit diesem Klangschnuller oder auch Spuckholz gequält worden sind. Wer halbwegs gut singen konnte, bekam eine Note 2 und wer zusätzlich noch ein Lied auf dem Holz spielen konnte, die Note 1.

Dabei ist die Blockflöte eines der ältesten Instrumente der Welt, beginnend in der prähistorischen Zeit, wo ausgehöhlte Knochen zum Einsatz kamen. Vielleicht ist das die Erklärung, warum uns das Blockflötenspiel zu Weihnachten so durch Mark und Bein gegangen ist :-).

Blockflöten und Konflikte teilen sich ein ähnliches Schicksal- das schlechte Image wie oben beschrieben und gleichzeitig die vielfach mangelnde ausgeprägte Fähigkeit, “es” zu beherrschen.

Bei Konflikten wird oben etwas rein geblasen und wir sind in der Lage, das was weiter unten rauskommt, zu manipulieren, also zu handhaben, zu gestalten und zu einer wohlklingenden Melodie umzuwandeln.

Es ist ungemein hilfreich, sich also über die Funktion der Instrumente im Klaren zu sein.  Als studierter Musiker könnte ich auch über das Holz sprechen, mir liegt aber das menschliche näher.

Was ich von mir gebe ist das Ausgangsmaterial, im wahrsten Sinne des Wortes der gute Ton: Meine Ansprache an den Gesprächspartner, die Wortwahl, meine Argumentation. Dazu gehört auch, mal die Luft anzuhalten und zu atmen. Des weiteren die Möglichkeit, mit dem Publikum zu interagieren und in einen echten Dialog zu kommen. Die äußeren Rahmenbedingungen sind ebenfalls ein wichtiger Faktor: Zeitpunkt, räumliche Gegebenheiten, also die atmosphärischen Dinge. Ganz zu schweigen von der Frage, ob dieses Thema jetzt gerade auf dem aktuellen Spielplan einer Familie, einem Team oder einem Unternehmen steht.

Sie ahnen, dass ich noch viele Analogien zwischen beiden Themen benennen könnte. Bevor ich jetzt den Bogen überspanne, ende ich mit einem Zitat von Johann Gottfried Seume:

“Wo man singt, da laß’ dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder.“

Stoßen Sie sich nicht den Kopf an meinen Denkanstößen!