Fastfood ersetzt nicht den Essensgenuß und Digitales nicht die Bühne

Portrait zur Vita Christoph Maria Michalski fotografiert von Hergen Schimpf

 Zwei Jahre Vorbereitung für eine Premiere…


 …auf einer echten Bühne der Hannover Messe.

Das StreitPaar Schweizer & Michalski war fest eingeplant für einen Auftritt mit ihrer neuen Dramedy-Keynote “Seid nett zueinander!”. Als Experten mit langjährigen Erfahrungen sollten wir uns in frotzliger Art und Weise auf der großen Bühne präsentieren.

Dann kam Corona und alles, wirklich alles wurde gestrichen! Umschwenken auf ein Onlineformat? Warten auf bessere Zeiten? Nein, sondern beides. Eine Bühne kann nicht imitiert werden. Genauso wenig wie ein Fastfood einen echten Gaumengenuss.

Zwei Silver-Ager bäumen sich gegen den digitalen Authentizismus auf: Die Entstehung der Dramedy-Keynote, den Knick durch Corona und das mentale Aufbäumen bieten wir als Story und „live und in Farbe“ als Dramedy-Keynote an.

Unseren ersten Videospot finden Sie auf YouTube. Weitere folgen. Ja!

Das StreitPaar Schweizer & Michalski – Seid nett zueinander

Stoßen Sie sich nicht den Kopf an meinen Denkanstößen!

NEIN- nicht die nächsten 1000 Tipps für Heimarbeit- BITTE

Portrait zur Vita Christoph Maria Michalski fotografiert von Hergen Schimpf

NEIN- nicht die nächsten 1000 Tipps für Heimarbeit- BITTE

Wir alle werden geflutet von Ratschlägen für ein gutes Homeoffice. Statt die nächsten 1000 einzuläuten,


präsentiere ich meine 5 K-to-K Punkte, die helfen, ein gemeinsames Verständnis aller Beteiligten zu entwickeln. Fangen wir vorn an:

Die 5 K sind

    1. Kontrakt

    1. Kapseln

    1. Kontakt

    1. Kontinuität

Beim Kontraktieren geht es um alles, was Rahmenbedingungen mit Fragezeichen (die ich mir spare) beinhaltet: Versicherungsfragen und Unfallschutz/ Haftung, wenn der Kakao des Kindes über die Tastatur läuft/ wenn etwas privates oder Firmeneigentum kaputt geht/ wer macht welche Anschaffungen, bestellt bzw. bezahlt diese und wem gehört dann was/ sind das geldwerte Vorteile, die versteuert werden müssen/ welche Versicherungen werden zusätzlich abgeschlossen/ wer sorgt mit welchen Maßnahmen für Datensicherheit und Schutzmaßnahmen gegen unbefugte Nutzung vor Ort/….

Beim Kapsulieren geht es um die Trennung von Familie und Job während der Arbeitszeit: Welche Regeln gibt es, damit die Arbeit dem sozialen Umwelt gerecht wird: Zettel an der Tür, Zettel unter der Tür durchschieben und Papa/Mama entscheidet dann, wann sie darauf reagieren? Welche Rituale gibt es, wenn Papa/Mama ins Büro geht- mit Musik und Konfettiregen- und wieder herauskommt? Wie werden die Pausen unterhaltsam für Wohnngsinsassen gestaltet? Welchen Priorisierungscode gibt es vom Arbeitsgeber, um die Dringlichkeit einer Aufgabe zu signalisieren?

Beim Kontaktieren geht es um die soziale Komponente, der Verbundenheit in der Entfernung: Ein Guten Morgen Anruf, Klöncall vor dem Mittag, Klatschchat, online Meeting mit einer emotionalen Blitzlichtrunde starten, Befindlichkeitsskala als aktuelles Bild in die Kamera einblenden.

Beim Kontinuieren geht es um die Stichworte Geduld, Toleranz, Flexibilität und den Empfindlichkeitsregler runterstellen, sodass eine gleichmäßig effiziente Zusammenarbeit auf Dauer möglich ist.

So das war, was sich hinter den 5 K verbirgt. Jetzt kommen wir zu der Frage, was das mit dem K-to-K auf sich hat. Das ist der eigentliche Grund für diesen Artikel. Von einer Seite und von der anderen Seite, nur so kann es gehen. Alle reden von Kollaboration, New Work, flachen Hierarchien, kurzen Wegen. Dafür ist das Homeoffice ein wunderbares Lernfeld, um das miteinander auf die Kette zu kriegen: Klartext reden, Argumente austauschen, Kompromisse finden, fair verhandeln, ins Tun kommen und immer weiter optimieren.

1994! habe ich eine Fortbildung zum Medientechnikpädagogen als Stipendiat des ESF -Fonds absolviert- 2 B-Kanäle bei ISDN bündeln und Telearbeitsplätze einrichten. Puh, da waren wir also schon mal!

Auf das sich Homeoffice nicht in der Anschaffung von Büromaterial und Bandbreite erschöpft, sondern eine konstruktive Form der realen Arbeitswelt nach Corona bleibt.

Stoßen Sie sich nicht den Kopf an meinen Denkanstößen!

Konflikt und Kreativität

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Warum sie mit „Prost“ zusammenhängen und mehr gemeinsam haben als nur das „K“ am Anfang


Wenn man dann noch Innovation hinzu nimmt- diese Worte stehen nicht zufällig im Alphabet so dicht beieinander :-).

Die Bedeutung
Die prägnanteste Definition von Kreativität ist für mich- Vorhandenes neu zu kombinieren. Das benötigt Wissen, Handwerk und künstlerisches Fühlen.

Idee statt Material
Ich war Zauberlehrling im magischen Zirkel von Deutschland und habe die Grundprinzipien der verschiedenen Zaubersparten gelernt und mich monatelang darin geübt. Als vollwertiges Mitglied habe dann angefangen, eigene Zaubereien zu erfinden- einerseits aus der Not heraus, dass es keine geeigneten Materialien für meine eigenen Ideen gab und andererseits aus Geldgründen, da man bei einem Zaubertrick das Knowhow kauft, nicht die Utensilien.

Start- und Zielpunkt sind Leiden
Ausgangspunkt von Kreativität ist also immer entweder Unzufriedenheit mit dem Status quo, der Wunsch nach Entwicklung oder eine Mischung aus beidem.
Wenn Thomas (Alva Edison) die funselige Fackel nicht gestört hätte, gäbe es heute keine Leuchtmittel. Wenn der Koffer zum Tragen nicht zu schwer geworden wäre, gäbe es keine Koffer-Trolleys. Also entsteigt Kreativität letztendlich einem Konflikt. Gleichzeitig beschwört er denselben heraus. Der Motor eines Elektroautos besteht aus 170 Teilen statt wie kraftstoffgetrieben aus 1200 Teilen. Die Folgen für die Zulieferindustrie werden eklatant sein und auch gesellschaftliche Veränderungen heraufbeschwören. Innovation bedeutet, die alte Haut abzustreifen, wie beim Häuten der Schlange.

Die Gemeinsamkeiten von Kreativität und Konflikt sind also

  • Spannungsfelder aushalten, innerer Druck und unbequemer Zeitgenosse sein
  • Ergebnisse kommen nur über try&error, stufenweise im Prozess, mit Rückschritt und Verzweiflungsanfällen
  • die Frage des richtigen Zeitpunkt und Timings ist elementar und entscheidend

Der Nutzen
Kreativität bedeutet, sich Alternativen zu erarbeiten, Szenarien der Reaktion sich zu überlegen und so zu einer angemessenen Handlung auf äußere oder innere Einflüsse zu kommen.
Das sind dieselben Ansprüche wie beim Konflikt! Kreativität und Konflikte sind 1 % Inspiration und 99 % Transpiration- in Abwandlung des Zitates von besagtem Thomas.

Hochprozentiges zum Schluss
Für alle Autoren hier noch ein Alibi- „Die chemische Analyse der sogenannten dichterischen Inspiration ergibt neunundneunzig Prozent Whisky und ein Prozent Schweiß.“ – William Faulkner. Prost!

Wer noch nicht ausreichend Spirituoes oder -elles genossen hat, dem empfehle ich abschließend die Konflikt-Bibel.

Stoßen Sie sich nicht den Kopf an meinen Denkanstößen!

Homeoffice ist keine Frage der Technik

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„Chef, kann ich nächsten Dienstag mal Zuhause arbeiten? Der Heizungstechniker hat sich angekündigt …“ Einmal ein Auge zudrücken werden wahrscheinlich die meisten Chefs in dieser Situation. Sobald Mitarbeiter jedoch mit dem Wunsch nach regelmäßigem Homeoffice auf sie zukommen, herrscht schnell dicke Luft. Aber warum eigentlich?

Ich möchte als älteres Semester mal eins ganz deutlich sagen: Der Wunsch nach Homeoffice ist keine Nebenwirkung der Digitalisierung. 1994 habe ich eine Fortbildung zum Medientechnikpädagogen gemacht. Und als Bildungsträger haben wir damals bereits Fortbildungen angeboten, die darauf abzielten, unter anderem Müttern mit kleinen Kindern auf diese Weise den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben zu ermöglichen. Und das zu einer Zeit, als Internet bedeutete, dass zwei B-Kanäle eines ISDN-Telefonanschlusses gebündelt wurden. Und man sich getrost mehrere Tassen Kaffee holen konnte, bevor sich eine Website gefühlt Pixel für Pixel aufgebaut hatte.

Zu teuer, zu kompliziert, zu unsicher

Fragt man Führungskräfte, stehen meist immer die gleichen Gründe auf der Anti-Homeoffice-Liste: die Kosten für die zusätzliche technische Ausrüstung, der Umgang mit sensiblen Daten außerhalb der Firma – und was ist überhaupt mit dem Arbeitsschutz? Ganz ehrlich: Was 1994 schon machbar war, sollte heute Kindergeburtstag sein. Jeder Mitarbeiter hat heute einen brauchbaren Internetanschluss und einen PC oder Laptop zuhause. Lassen Sie uns also zum Kern vordringen: Der entscheidende Punkt, um den es bei der Debatte um Homeoffice und Telearbeit wirklich geht, ist Vertrauen. Das Vertrauen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und auch das Vertrauen des Arbeitnehmers in sich selbst.

Dezentrales Arbeiten ist heute eigentlich ein Klacks. Es gibt Zeiterfassungssysteme. Und es sollte auch nicht so schwer sein, genaue Absprachen zu treffen, wann eine bestimmte Aufgabe erledigt sein soll. Wann und vor allem wo der Mitarbeiter sich darum kümmert, kann dem Chef doch dann egal sein. Das bedeutet jedoch, dass er oder sie in der Lage sein muss, loszulassen. Genug Führungskräfte trauen ihren Mitarbeitern immer noch kein selbstständiges Denken und Arbeiten zu und würden am liebsten alles selbst machen, wenn sie könnten. Entscheidend ist hier vor allem, dass die Beteiligten miteinander reden. Macht den Mund auf, sagt, welche Wünsche und Erwartungen Ihr habt – und probiert es dann einfach aus! Jeder Versuch macht klug. Homeoffice nur auf Grund von Vorurteilen oder eigenen Hirngespinsten abzulehnen, ist kein kluger Schachzug. Vor allem nicht in den heutigen Zeiten des Fachkräftemangels und dem immer größer werdenden Bedürfnis nach Work-Life-Balance und der Vereinbarkeit von Arbeit und Familienleben. Arbeit ist ein Miteinander, kein Gegeneinander!

Klare Vereinbarungen treffen – mit sich selbst und anderen

Zum Schluss möchte ich noch kurz auf das Thema „Vertrauen in sich selbst“ eingehen. Ich bin seit 10 Jahren selbstständig. Glauben Sie mir: Ich weiß, welche Verlockungen im Laufe eines Tages so auftauchen. Egal ob Einkaufen gehen, das Bad putzen oder die Gartenmöbel mit dem Hochdruckreiniger bearbeiten – es gibt Tage, an denen erscheinen alle diese Aufgaben verlockender als die eigentliche Arbeit. Stark bleiben! Und das gilt auch für den Umgang mit der eigenen Familie. Die Heimarbeitszeit muss ernst genommen werden. Legen Sie klare Zeiten fest oder vereinbaren Sie deutliche Zeichen wie ein Schild an der Tür. Nicht stören heißt dann nicht stören. Und nicht: „Schatz, kannst du nicht mal eben …?“

Mir ist bewusst, dass diese Arbeitsweise nicht für jede Persönlichkeit geeignet ist. Das muss man aber erst einmal herausfinden – idealerweise mit der Unterstützung des Arbeitgebers. In diesem Sinne: Gehen Sie mutig voran! Besprechen, probieren, auswerten – und dann neujustieren. Es ist eigentlich ganz einfach, wenn alle Beteiligten miteinander reden.

Noch nicht genug? Auf meinem YouTube-Kanal „Konfliktmanagement TV“ gibt es das Video zum Thema!

Man muss nicht jeden Mist unterschreiben!

Portrait zur Vita Christoph Maria Michalski fotografiert von Hergen Schimpf

Erschreckende Erkenntnisse über die Koalitionsverhandlungen


Von diesen Verhandlungen berichten Insider, dass „man sich erst mal drei Tage die Wahlprogramme vorgelesen hat!“.

Mit Erstaunen las ich dann am 1.12.2017 in der Neuen Osnabrücker Zeitung ein Interview mit einer Generalsekretärin, die sinngemäß äußerte: „Mit Zielen hätte es vielleicht funktioniert!“
Mir schaudert es, wenn Verhandlungen über unsere Regierungsbildung scheinbar derart ziellos geführt werden. Auch nach zweimaligen schmerzhaften Kniffen in Oberarm und Schenkel wollten die Leseeindrücke sich nicht relativieren.

FASSUNGLOSIGKEIT!

Wie will man jemanden überzeugen, in einer stilvollen Debatte, wenn keiner formulierten Ziele gibt? Das Akronym SMART aus dem Projektmanagement hängt allen Trainern und Teilnehmern an Seminaren mittlerweile zum Hals raus. Selbst beim Spiel braucht man Ziele und Strategien, Spielzüge und Durchhaltevermögen.

Die Augen müde vom Schmerz, glitten sie weiter zurück zur Überschrift. Toxisch schon angehaucht, brannte sich die Überschrift in der Retina fest „Man muss nicht jeden Mist unterschreiben!“
Ich kriege es nicht scharf, welchen Grund es geben kann, die Vorschläge und Meinungen anderer als Mist zu bezeichnen; sie damit abzuwerten, lächerlich zu machen im wahrsten Sinne des Wortes in den Dreck zu ziehen.

Ich vermisse ganz klar die Seriosität in der respektvollen Haltung anderen politischen Parteien gegenüber. Wieder haben Trainer und Teilnehmer Tränen in den Augen, wenn sie an die qualvollen Monologe der Profis über gewaltfreie Kommunikation oder respektvolle Kommunikation denken. Mit solchen Formulierungen diskreditiert sich ein Gesprächspartner gegenüber den andern beim Verhandeln auf Augenhöhe.

Von anderen Parteien bin ich solche rhetorischen Kniffe unter der Toleranzschwelle gewöhnt; die hatten bisher noch kein Mandat für eine Regierungsbildung erhalten.

Stoßen Sie sich nicht den Kopf an meinen Denkanstößen!

Wert#schätzung- Den Wert durch das Handeln schätzen.

Portrait zur Vita Christoph Maria Michalski fotografiert von Hergen Schimpf

Auch wenn es nicht meiner ist! Ich unterstütze Corona-Risikogruppen mit Einkaufen gehen.


Bei einem Rentnerehepaar rufe ich vorher an, wann ich vorbeikomme und was der Einkauf gekostet hat. Bei der Übergabe der Waren und Quittung, Betrag 24,73€, fragt mich die Frau, ob ich 27 Cent rausgeben kann, dass sie es nicht passend hat.

Achtung mit der Reaktion! – Jetzt zeigt sich, ob Achtsamkeit, Wertschätzung und Co. im eigenen Geist verankert sind.

Ich bin, was Geld angeht, relativ großzügig; im Restaurant finde ich es ok., wenn alle jeweils 30€ auf den Tisch schmeißen und der Rest Trinkgeld ist. Es gibt fast immer einen, der dann sagt „Ich hatte aber keinen Nachtisch, ich zahle nur 25€!“ Sein Wert ist Sparsamkeit und ohne Bewertung anzuerkennen.

Meine erste Reaktion ist innerliches Augenverdrehen und lautlos Aufstöhnen- warum muss der so pingelig sein?

Diese Spontanbewertung ist vollkommen in Ordnung und akzeptabel. Die Natur hat das als schnellen Überlebensmechanismus gegen Reizüberflutung eingebaut. Dann läuft es weiter vorn im Hirn durch die Bewusstseinsschleife. Ich bin ok.-Du bist ok.

Das Entscheidende ist letztendlich das Handeln:
„Mein Vorschlag ist, dass Sie mir vorher einen realistischen Betrag aushändigen, mit dem ich bezahle und dann habe das Wechselgeld passend!“

Für mich viel weniger Aufwand und den Anderen wert-schätzend!

Der Konfliktcode ist geknackt! Wenn Sie weitere Live-Hacks suchen – senior@christoph-michalski.de oder 01578.1765683

Stoßen Sie sich nicht den Kopf an meinen Denkanstößen!

Burnout als Krankheit anerkannt – Schade

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Das war letzte Woche DIE Schlagzeile schlechthin – WHO erkennt Burnout als Krankheit an! Was ich dazu sage: Schade! Doch bevor Sie sich jetzt direkt aufregen und darüber ereifern, was der Michalski für ein gefühlloser Trampel ist – Moment.


Lassen Sie mich erst mal die Fakten geraderücken. Tatsächlich ist die WHO zurückgerudert, nachdem sie zunächst von Burnout als Krankheit sprach. Das stimmt so nicht mehr, Burnout wird vielmehr als Syndrom anerkannt werden. Und nicht ab sofort, sondern erst ab 2022, wenn der neue Katalog ICD-11 in Kraft tritt.

Warum ich mich aufrege? Ganz einfach: Ich sehe eine große Gefahr darin, Burnout auf diese Weise im Volksmund als Krankheit anzuerkennen – auch wenn das auf dem Papier nicht stimmt. Denn so ist mancher unsensible Arbeitgeber zukünftig schnell geneigt, abwehrend die Hände zu heben und sich aus der Verantwortung zu stehlen. Frei nach dem Motto: „Krankheit? Damit habe ich doch nichts zu tun …“ Ungefähr so, wie wenn sich ein Mitarbeiter erkältet und fiebrig ins Büro schleppt. Ist ja Sache des Mitarbeiters, den viralen Befall hat der Chef schließlich nicht zu verantworten.

Aus meiner Sicht droht uns dadurch eine fatale Verschiebung der Beteiligungsraten bei der Entstehung von Burnouts. Denn ein Burnout springt einen sicher nicht von allein an – und es ist auch nicht via Tröpfcheninfektion übertragbar. Zahlreiche Studien belegen, dass das Gefühl des Ausgebranntseins vor allem aus chronischem Stress am Arbeitsplatz resultiert. Und dafür sind Führungskräfte definitiv verantwortlich! Wer Menschen führt, gibt ihnen nicht nur Aufgaben und nickt Ergebnisse ab, sondern trägt auch die Verantwortung für die körperliche und seelische Gesundheit seiner Mitarbeiter.

Konfliktmanagement

Und was sorgt für Unwohlsein am Arbeitsplatz? Natürlich Konflikte! Sie müssen kein Psychologe sein um zu erkennen, dass das Leistungsvermögen und die Stimmung sinken, wenn das Team entzweit ist, Kollegen Kleinkriege austragen oder sogar gemobbt wird. Und nicht nur bei der Belegschaft sinkt das Wohlbefinden, sondern auch in der Kasse: Die KPMG-Konfliktkostenstudie von 2009/2012 geht davon aus, dass 10 bis 15 Prozent der Arbeitszeit für Konfliktbewältigung verbraucht wird und dass sich die Summe der Konfliktkosten auf mindestens 20 Prozent der gesamten Personalkosten beläuft. Nur, dass wir mal drüber gesprochen haben. Das ist kein Kavaliersdelikt. Hier herrscht dringender Handlungsbedarf für alle, denen die Gesundheit ihrer Mannschaft am Herzen liegt! Dass es nicht damit getan ist, einen Mediator zu bestellen, der den Konflikt beilegt, sollte klar sein.

Tipp vom Konfliktnavigator

Die Anerkennung von Burnout als Syndrom ist ein Schritt – entscheidend ist, wie es an dieser Stelle damit weitergeht. Betriebliches Gesundheitsmanagement ist so ein Thema, das in der letzten Zeit oft in einem Atemzug mit Burnout genannt wurde. Aus meiner Sicht ein Schritt in die richtige Richtung – vorausgesetzt, hier geht es nicht nur um Obstkörbe, eine Jogginggruppe und ein Nichtraucherseminar. Was hier nötig ist, ist ebenso eine grundlegende Veränderung im Umgang mit Konflikten in Unternehmen. Ich bin überzeugt davon, dass die Etablierung einer umfassenden Konfliktsystematik in Unternehmensleitbildern und natürlich in den Köpfen aller Beteiligten einen signifikant positiven Einfluss auf die Zahl von Burnout-Erkrankungen hat.

Noch nicht genug? Hier gibt’s das Video zum Thema!

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Corona Marketing

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Ich meine damit nicht virales Marketing!


Ich war in der letzten Woche auf verschiedene Veranstaltungen und da haben sich so 2 Typen A und B heraus kristallisiert. Typ A auf der einen Seite beinhaltet peinliches Schweigen, keiner redet darüber, alle sind so bemüht, Normalität vorzutäuschen- aber alles mit einem peinlichen Gefühl, teilweise schon ein bisschen Trotz dabei nach dem Motto: Lasst uns das jetzt trotzdem machen. Eine beklemmende Atmosphäre im ganzen Saal.

Auf der anderen Seite Typ B, bei dem in der Erinnerungsmail an die Besucher offensiv vorgegangen wurde: „Ja wir wissen um die Situation und haben da so ein paar Verhaltensideen, die wir ihn für heute gerne an die Hand geben möchten – im wahrsten Sinne des Wortes.“ Dort waren dann Absperrbänder, die die Menschen beim Einlass abstandmäßig kanalisierten und Personal, was darauf achtete. Überall waren Plakate, auf denen stand: “ Ein freundliches Lächeln ist wie ein Händedruck!“

In der Moderation und Begrüßung wurde angesprochen, dass man sich Gedanken gemacht hat und alles Erdenkliche dazu beiträgt, dass Infektionsrisiko zu minimieren. Die Sanitäranlagen werden speziell und permanent gereinigt, Päckchen mit Taschentüchern liegen überall aus und es wird um Rücksicht miteinander gebeten. Spürbar waren ein gemeinschaftliches Ausatmen und eine gewisse Erleichterung bei den Besuchern, dass es doch eine gute Entscheidung war, zu kommen.

Fakten beruhigen nur, wenn damit ein Sicherheitsbedürfnis befriedigt wird – und zwar direkt und nachvollziehbar. Ein konkretes Beispiel: der Virus hat eine Hülle, die aus einer Fettschicht besteht. Intensives Waschen mit einer Lotion oder Seife löst diese Fettschicht auf und macht damit den Virus angreifbar. Zack! – Zusammenhang verstanden, Sinnhaftigkeit deutlich geworden und schon mache ich es freiwillig und bin dabei sogar noch einsichtig.

Um als Unternehmen meine Botschaft draußen zu platzieren, beauftrage ich eine Marketingagentur mit dieser Aufgabe. Warum gibt es keine übergeordnete Agentur, die die Kommunikation und Verlautbarungen für die Öffentlichkeit aufeinander abstimmt und deren Wirkung auf die Bevölkerung vorher überprüft?

Mehr dazu in meinem YouTube Video

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Yippie ya yeah, Start-up! Oder: Wie ich so richtig auf die Nase gefallen bin

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Sobald das Wort „Start-up“ fällt, kriegen viele feuchte Augen und brechen in Begeisterungsstürme aus: mega cool, das ist die Zukunft, muss man unbedingt unterstützen … Ich verrate Ihnen etwas: Muss man überhaupt nicht. Denn es ist gar nicht so leicht, die seriösen Vorhaben von den Windhunden zu unterscheiden. Hoffnungen können mitunter schnell enttäuscht werden.


Ich habe mich vor Jahren einem Beraternetzwerk angeschlossen, dass sich als größtes Netzwerk für freie Unternehmer im deutschsprachigen Raum etablieren wollte. Klang für mich nach einer guten Idee. Also unterschrieb ich einen Vertrag und es passierte … nichts. Rückblickend habe ich nichts außer enttäuschte Hoffnungen bekommen. Und es hat mich einen fünfstelligen Betrag gekostet, aus der Nummer wieder rauszukommen.

Meine drei Erkenntnisse, die ich an Sie weitergeben möchte:

    1. Auf eigene Bedürfnisse achten! Wer auf der Suche nach Support bei der Realisierung seiner Träume ist, ist schnell anfällig für Angebote wie „Top-Redner werden in drei Tagen!“ Egal wie schön es klingt – sowas ist Murks. Analyse – Check – realistisch bleiben.
    2. Es muss für beide Seiten eine Win-Win-Situation sein: Sie investieren Geld – und bekommen dafür im gleichen Moment Know-how, Kontakte oder was auch immer.
    3. Loslassen, vergeben und weitermachen. Ich habe im wahrsten Sinne des Wortes mein Lehrgeld bezahlt. Damit ist die Sache abgehakt. Belasten Sie sich nicht weiter mit negativer Energie!

Und falls jemand jetzt das hohe Lied von Start-ups singen will – zeige ich gerne meine Kontoauszüge. Ich bin selbst als Business Angel unterwegs, um es anders zu machen. Denn es heißt schließlich start-up und nicht –down.

Mehr dazu gibt es auf Konfliktmanagement TV, schauen Sie rein!

Ich ändere den Facebook Algorithmus

Portrait zur Vita Christoph Maria Michalski fotografiert von Hergen Schimpf

…das irritiert mich immer wieder, wenn Menschen durchs posts ankündigen, dass sie dieses Wunder vollbringen.


IRONIEmodus an: Das ist das Gleiche, sich auf eine Klippe zu stellen und sich vorneigend lauthals zu verkünden „Ich widerspreche der Schwerkraft!“ Kann mann/frau machen, Ergebnis vorhersehbar und ungünstig.

Ein Algorithmus ist ein Rechenvorgang nach einem bestimmten Schema, das von Menschen vorgegeben ist. Mit Eingabe von Gewicht und Körpergröße (Anfangszustand) wird der Body-Mass-Index (Endzustand) berechnet- die Formel, die der Mensch hinterlegt hat, lautet BMI = Gewicht geteilt durch Körpergröße zum Quadrat.

Das Gleiche macht Facebook mit dem ehemals so titulierten Edgerank oder neuerdings Newsfeed Algorithmus. Einflussgrößen waren/sind Affiniät (Anzahl und Qualität der vergangenen Interaktionen (Kommentare, Likes, Shares …), Gewichtung (Kommentar oder Like), Timing und Aktualität. Weiterhin nur Text, oder mit Bild/Video, Livevideo….. So richtig weiß keiner, wie das funktioniert- Betriebsgeheimnis!

Ach so- ist der IRONIEmodus schon aus?-egal!

Was mir Angst macht, ist die digitale Amnesie, die sich dabei zeigt. Wir reden von Digitalisierung und Medienkompetenz und einfache Mechanismen der Bits und Bytes sind noch vielen Menschen verschlossen. Aber kräftig mit diskutieren!

Wieder mal Einstein „Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein!“
Wäre aber klüger gemäß „Si tacuisses, philosophus mansisses.“ – „Wenn du geschwiegen hättest, wärst du ein Philosoph geblieben.“

BESSERWISSERmodus aus!

P.S. Bildung ist die wichtigste Investition in die Zukunft- Auch bei Erwachsenen!

Stoßen Sie sich nicht den Kopf an meinen Denkanstößen!