Konfliktvermeidung par excellence: Muttertag ist immer, nicht nur einmal im Jahr!

Portrait zur Vita Christoph Maria Michalski fotografiert von Hergen Schimpf

Zeit für Klartext

An alle Mütter da draußen: Nutzt den kommenden Sonntag mal so richtig schamlos aus. Lasst Euch verwöhnen, beschenken und bekochen! Lasst mal alles fallen und die Familie dafür springen. Gönnt Euch eine Spritztour im Cabrio, seid Einhörner! 🙂


Darum geht‘s

Große Werbeoffensive in den Parfümerien, im Supermarkt stehen Pralinenaufsteller auf einmal mitten im Gang und die Blumenläden quellen über vor roten Rosen und hübsch dekorierten Gestecken. Klarer Fall: Am 12. Mai ist es wieder soweit – der Muttertag steht vor der Tür!

Zu welchem Lager Sie gehören, wird sich jetzt schnell zeigen: Entweder zu denen, für die der Muttertag nur ein aus Amerika eingeschleppter Tag des Konsumterrors ist. Oder aber zu den Menschen, die großen Wert auf diesen Tag legen – geknüpft an die Hoffnung, mit einem Frühstück im Bett, Blumen und anderen Nettigkeiten bedacht zu werden. Hier wird auf den ersten Blick klar: Debattieren können Sie, bis das der Arzt kommt. Sie werden Ihr Gegenüber nicht überzeugen können, dass der Muttertag eine sinnvolle oder unsinnige Institution ist. Und das nicht erst seit gestern: Entstanden ist der Tag 1864 aus einer amerikanischen Mütterbewegung. In Deutschland erstmals im Jahr 1922 von Blumengeschäftsinhabern plakatiert, nahm das „Unheil“ damit seinen Lauf …

Wertschätzung ist wichtiger als Geschenke

Aus meiner Sicht ist der Muttertag vor allem aus einem Grund wichtig: weil er einen entscheidenden Symbolcharakter hat. Er dient dazu, uns auf etwas aufmerksam zu machen, das eigentlich selbstverständlich sein sollte: Wertschätzung. Es bringt absolut nichts, seine Mutter am Tag selbst mit Aufmerksamkeit zu überschütten – und sich dann wieder wochenlang nicht zu melden. Das ist ungefähr so, als wenn Sie einen Tag Sport treiben und abends einen Salat essen – und sich dann wundern, warum es mit der Bikini-Figur nicht klappt. Entscheidend ist, wie in so vielen Dingen, die innere Haltung. Sicher ist es schön, wenn Sie Ihrer Mutter am Sonntag eine kleine Freude machen. Doch es zählt wesentlich mehr, wenn Sie sie auch die restlichen 364 Tage des Jahres respektvoll und wertschätzend behandeln.

Das gleiche gilt auch für Konflikte: Sich einmal entschuldigen und Besserung geloben – und dann weitermachen wie bisher? So ändert sich gar nichts. Es kommt darauf an, die innere Haltung zu verändern – und das ist ein langfristiger Prozess. So, wie Sie auch Ihre Ernährung nicht von heute auf morgen umstellen oder zum Marathon-Läufer werden.

Der Tipp vom Konfliktnavigator

Falls es am Sonntag Knatsch geben sollte: Versuchen Sie nicht, Ihr Gegenüber zu überzeugen und auf Ihre Seite zu ziehen – sondern handeln Sie stattdessen vielleicht Regeln aus, mit denen sich ein „Muttertagsclash“ künftig vermeiden lässt. Etwa, dass sich Sohn oder Tochter monatlich mal sehen lässt, im Urlaub auf den Hund aufpasst – oder einfach ein offenes Ohr schenkt, trotz stressigem Job, Kindern und Co.

In diesem Sinne: Einen schönen Muttertag – nicht nur Sonntag!

Noch nicht genug? Hier gibt’s das Video zum Thema!

Stoßen Sie sich nicht den Kopf an meinen Denkanstößen!

Konflikt und Kreativität

Portrait zur Vita Christoph Maria Michalski fotografiert von Hergen Schimpf

Warum sie mit „Prost“ zusammenhängen und mehr gemeinsam haben als nur das „K“ am Anfang


Wenn man dann noch Innovation hinzu nimmt- diese Worte stehen nicht zufällig im Alphabet so dicht beieinander :-).

Die Bedeutung
Die prägnanteste Definition von Kreativität ist für mich- Vorhandenes neu zu kombinieren. Das benötigt Wissen, Handwerk und künstlerisches Fühlen.

Idee statt Material
Ich war Zauberlehrling im magischen Zirkel von Deutschland und habe die Grundprinzipien der verschiedenen Zaubersparten gelernt und mich monatelang darin geübt. Als vollwertiges Mitglied habe dann angefangen, eigene Zaubereien zu erfinden- einerseits aus der Not heraus, dass es keine geeigneten Materialien für meine eigenen Ideen gab und andererseits aus Geldgründen, da man bei einem Zaubertrick das Knowhow kauft, nicht die Utensilien.

Start- und Zielpunkt sind Leiden
Ausgangspunkt von Kreativität ist also immer entweder Unzufriedenheit mit dem Status quo, der Wunsch nach Entwicklung oder eine Mischung aus beidem.
Wenn Thomas (Alva Edison) die funselige Fackel nicht gestört hätte, gäbe es heute keine Leuchtmittel. Wenn der Koffer zum Tragen nicht zu schwer geworden wäre, gäbe es keine Koffer-Trolleys. Also entsteigt Kreativität letztendlich einem Konflikt. Gleichzeitig beschwört er denselben heraus. Der Motor eines Elektroautos besteht aus 170 Teilen statt wie kraftstoffgetrieben aus 1200 Teilen. Die Folgen für die Zulieferindustrie werden eklatant sein und auch gesellschaftliche Veränderungen heraufbeschwören. Innovation bedeutet, die alte Haut abzustreifen, wie beim Häuten der Schlange.

Die Gemeinsamkeiten von Kreativität und Konflikt sind also

  • Spannungsfelder aushalten, innerer Druck und unbequemer Zeitgenosse sein
  • Ergebnisse kommen nur über try&error, stufenweise im Prozess, mit Rückschritt und Verzweiflungsanfällen
  • die Frage des richtigen Zeitpunkt und Timings ist elementar und entscheidend

Der Nutzen
Kreativität bedeutet, sich Alternativen zu erarbeiten, Szenarien der Reaktion sich zu überlegen und so zu einer angemessenen Handlung auf äußere oder innere Einflüsse zu kommen.
Das sind dieselben Ansprüche wie beim Konflikt! Kreativität und Konflikte sind 1 % Inspiration und 99 % Transpiration- in Abwandlung des Zitates von besagtem Thomas.

Hochprozentiges zum Schluss
Für alle Autoren hier noch ein Alibi- „Die chemische Analyse der sogenannten dichterischen Inspiration ergibt neunundneunzig Prozent Whisky und ein Prozent Schweiß.“ – William Faulkner. Prost!

Wer noch nicht ausreichend Spirituoes oder -elles genossen hat, dem empfehle ich abschließend die Konflikt-Bibel.

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Konfliktfreie Ostertage: Drei Tipps, damit es nichts hinter die Löffel gibt

Portrait zur Vita Christoph Maria Michalski fotografiert von Hergen Schimpf

Es ist fast geschafft: 40 Tage Fastenzeit liegen so gut wie hinter uns und das Osterfest steht vor der Tür. Gerade Christinnen und Christen verbinden mit diesem Fest auch die Hoffnung auf Frieden. Doch damit ist es in vielen Familien an Ostern allerdings so eine Sache …


Kinder, die fröhlich nach versteckten Süßigkeiten suchen, ein leckeres Festtagsmenü und alle haben sich lieb. Soweit die Theorie. In Wirklichkeit bricht vielen Menschen bei dem Gedanken an die nahenden Ostertage der Angstschweiß aus. Das Haus wird wie irre geputzt, damit die Schwiegermutter hoffentlich keinen Anlass zur Kritik findet. Rezepte werden gewälzt, Speisefolgen geplant und wieder verworfen. In letzter Minute werden noch kleine Geschenke besorgt, um ja nicht mit leeren Händen dazustehen, falls der Schwager es wieder übertreibt. Mit anderen Worten: Es brodelt im Kessel. Und die Chancen stehen gut, dass spätestens zum Kaffee die ersten Tränen kullern – oder bereits erste Übungen im Schokohasen-Weitwurf unternommen wurden.

Schrauben Sie Ihre Erwartungen runter!

Ostern, das Fest der Konflikte? Das muss nicht sein. Ein Auslöser sind vor allem die hohen Erwartungen: An Feiertagen soll immer alles perfekt sein – aber wieso eigentlich? Weil wir uns wünschen, so albern es erst mal klingen mag, ein funktionierender Teil der Gemeinschaft zu sein. Mit anderen Worten: Wir wollen die Aufgabe, allen als Gastgeber ein tolles Osterfest zu bescheren, mit Bravour meistern. Und haben Angst, daran zu scheitern. Angst, nicht gut genug zu sein. Merken Sie was? Außer in richtig schlimmen Telenovelas wird Ihnen niemals ein Verwandter auf den Kopf zusagen: „Ich erwarte ein perfektes Drei-Gang-Menü, sonst komme ich nicht!“ Und selbst wenn – dann wüssten Sie schon, wen Sie nicht einladen brauchen … Kurz gesagt: Dieser Osterkonflikt ist hausgemacht. Leute, entspannt Euch! Es geht um das Zusammensein – und das kann bei Pizza vom Lieferdienst genauso nett sein. Und was die Putzerei angeht: Es kommt nur der Osterhase, nicht das Gesundheitsamt.

Wichtig ist auch zu wissen, dass bei Konflikten Timing alles ist. Kennen Sie Chronos und Kairos? Die beiden standen im alten Griechenland für die Dichotomie der Zeit. „Chronos“ ist dabei für die Zeit verantwortlich, die permanent vergeht. „Kairos“ hingegen ist der Gott der günstigen Gelegenheit. Er wird häufig mit kahlem Hinterkopf und einem längeren Haarschopf an der Stirn dargestellt. Wahrscheinlich ahnen Sie es schon: Hier hat die Redewendung „Die Gelegenheit beim Schopfe packen“ ihren Ursprung. Wenn Sie nicht im richtigen Moment zupacken, flutscht Ihnen die Chance durch die Finger … und genauso ist es bei Konflikten. Man muss den richtigen Zeitpunkt abpassen, um bestimmte Themen anzusprechen. Und manchmal ist es einfach besser, erst mal den Mund zu halten.

Die folgenden drei Tipps helfen Ihnen dabei, die kommenden Feiertage ohne Blessuren und ausgerupfte Haare zu überstehen:

  1. Sprechen Sie potenzielle Konflikte an, bevor die komplette Familie aufeinandertrifft. Vertagen Sie sie auf später, wenn keine Lösung in Sicht ist – und finden Sie, je nach Situation, eine Sprachregelung, wie das Thema schnell zur Seite geschoben werden kann. Denn die Trennung von Onkel Thomas und Tante Gerda muss nicht beim Essen erörtert werden – ebenso wenig wie das betrübliche Zeugnis des Jüngsten oder die scheinbar indiskutable Partnerwahl der Enkelin …
  2. Dampf ablassen! Machen Sie nicht gezwungenermaßen auf „Happy Family“. Viele Familien sehen sich sonst das ganze Jahr nicht – und hocken Weihnachten und Ostern aufeinander. Die ungewohnte Nähe kann schon mal ein bisschen viel sein. Um Dampf abzulassen und wieder auf normale Betriebstemperatur zu kommen, empfiehlt sich ein kleiner Osterspaziergang – allein.
  3. Verschiedene Geschmäcker akzeptieren: Das Familienzusammentreffen ist nicht der richtige Zeitpunkt für Grundsatzdiskussionen. Wer in die Kirche gehen will, macht das. Und wer nicht, kümmert sich stattdessen um die Kinder, macht einen Spaziergang – oder genießt einfach die Ruhe. Und eine vegetarische Alternative zum Osterlamm bedeutet zwar einen zusätzlichen Zeitaufwand – unterbindet damit aber von vorneherein endlose „Bekehrungsversuche“ von Fleisch- bzw. Pflanzenfressern.

In diesem Sinne wünsche Ihnen ein schönes, konfliktfreies Osterfest! Und denken Sie daran: Timing ist alles!

Das Video zum Thema gibt es hier, schauen Sie mal rein!

Wert#schätzung- Den Wert durch das Handeln schätzen.

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Auch wenn es nicht meiner ist! Ich unterstütze Corona-Risikogruppen mit Einkaufen gehen.


Bei einem Rentnerehepaar rufe ich vorher an, wann ich vorbeikomme und was der Einkauf gekostet hat. Bei der Übergabe der Waren und Quittung, Betrag 24,73€, fragt mich die Frau, ob ich 27 Cent rausgeben kann, dass sie es nicht passend hat.

Achtung mit der Reaktion! – Jetzt zeigt sich, ob Achtsamkeit, Wertschätzung und Co. im eigenen Geist verankert sind.

Ich bin, was Geld angeht, relativ großzügig; im Restaurant finde ich es ok., wenn alle jeweils 30€ auf den Tisch schmeißen und der Rest Trinkgeld ist. Es gibt fast immer einen, der dann sagt „Ich hatte aber keinen Nachtisch, ich zahle nur 25€!“ Sein Wert ist Sparsamkeit und ohne Bewertung anzuerkennen.

Meine erste Reaktion ist innerliches Augenverdrehen und lautlos Aufstöhnen- warum muss der so pingelig sein?

Diese Spontanbewertung ist vollkommen in Ordnung und akzeptabel. Die Natur hat das als schnellen Überlebensmechanismus gegen Reizüberflutung eingebaut. Dann läuft es weiter vorn im Hirn durch die Bewusstseinsschleife. Ich bin ok.-Du bist ok.

Das Entscheidende ist letztendlich das Handeln:
„Mein Vorschlag ist, dass Sie mir vorher einen realistischen Betrag aushändigen, mit dem ich bezahle und dann habe das Wechselgeld passend!“

Für mich viel weniger Aufwand und den Anderen wert-schätzend!

Der Konfliktcode ist geknackt! Wenn Sie weitere Live-Hacks suchen – senior@christoph-michalski.de oder 01578.1765683

Stoßen Sie sich nicht den Kopf an meinen Denkanstößen!

Burnout als Krankheit anerkannt – Schade

Portrait zur Vita Christoph Maria Michalski fotografiert von Hergen Schimpf

Das war letzte Woche DIE Schlagzeile schlechthin – WHO erkennt Burnout als Krankheit an! Was ich dazu sage: Schade! Doch bevor Sie sich jetzt direkt aufregen und darüber ereifern, was der Michalski für ein gefühlloser Trampel ist – Moment.


Lassen Sie mich erst mal die Fakten geraderücken. Tatsächlich ist die WHO zurückgerudert, nachdem sie zunächst von Burnout als Krankheit sprach. Das stimmt so nicht mehr, Burnout wird vielmehr als Syndrom anerkannt werden. Und nicht ab sofort, sondern erst ab 2022, wenn der neue Katalog ICD-11 in Kraft tritt.

Warum ich mich aufrege? Ganz einfach: Ich sehe eine große Gefahr darin, Burnout auf diese Weise im Volksmund als Krankheit anzuerkennen – auch wenn das auf dem Papier nicht stimmt. Denn so ist mancher unsensible Arbeitgeber zukünftig schnell geneigt, abwehrend die Hände zu heben und sich aus der Verantwortung zu stehlen. Frei nach dem Motto: „Krankheit? Damit habe ich doch nichts zu tun …“ Ungefähr so, wie wenn sich ein Mitarbeiter erkältet und fiebrig ins Büro schleppt. Ist ja Sache des Mitarbeiters, den viralen Befall hat der Chef schließlich nicht zu verantworten.

Aus meiner Sicht droht uns dadurch eine fatale Verschiebung der Beteiligungsraten bei der Entstehung von Burnouts. Denn ein Burnout springt einen sicher nicht von allein an – und es ist auch nicht via Tröpfcheninfektion übertragbar. Zahlreiche Studien belegen, dass das Gefühl des Ausgebranntseins vor allem aus chronischem Stress am Arbeitsplatz resultiert. Und dafür sind Führungskräfte definitiv verantwortlich! Wer Menschen führt, gibt ihnen nicht nur Aufgaben und nickt Ergebnisse ab, sondern trägt auch die Verantwortung für die körperliche und seelische Gesundheit seiner Mitarbeiter.

Konfliktmanagement

Und was sorgt für Unwohlsein am Arbeitsplatz? Natürlich Konflikte! Sie müssen kein Psychologe sein um zu erkennen, dass das Leistungsvermögen und die Stimmung sinken, wenn das Team entzweit ist, Kollegen Kleinkriege austragen oder sogar gemobbt wird. Und nicht nur bei der Belegschaft sinkt das Wohlbefinden, sondern auch in der Kasse: Die KPMG-Konfliktkostenstudie von 2009/2012 geht davon aus, dass 10 bis 15 Prozent der Arbeitszeit für Konfliktbewältigung verbraucht wird und dass sich die Summe der Konfliktkosten auf mindestens 20 Prozent der gesamten Personalkosten beläuft. Nur, dass wir mal drüber gesprochen haben. Das ist kein Kavaliersdelikt. Hier herrscht dringender Handlungsbedarf für alle, denen die Gesundheit ihrer Mannschaft am Herzen liegt! Dass es nicht damit getan ist, einen Mediator zu bestellen, der den Konflikt beilegt, sollte klar sein.

Tipp vom Konfliktnavigator

Die Anerkennung von Burnout als Syndrom ist ein Schritt – entscheidend ist, wie es an dieser Stelle damit weitergeht. Betriebliches Gesundheitsmanagement ist so ein Thema, das in der letzten Zeit oft in einem Atemzug mit Burnout genannt wurde. Aus meiner Sicht ein Schritt in die richtige Richtung – vorausgesetzt, hier geht es nicht nur um Obstkörbe, eine Jogginggruppe und ein Nichtraucherseminar. Was hier nötig ist, ist ebenso eine grundlegende Veränderung im Umgang mit Konflikten in Unternehmen. Ich bin überzeugt davon, dass die Etablierung einer umfassenden Konfliktsystematik in Unternehmensleitbildern und natürlich in den Köpfen aller Beteiligten einen signifikant positiven Einfluss auf die Zahl von Burnout-Erkrankungen hat.

Noch nicht genug? Hier gibt’s das Video zum Thema!

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„Mach es zu deinem Projekt!“: In drei Schritten konfliktfrei durch die närrische Zeit!

Portrait zur Vita Christoph Maria Michalski fotografiert von Hergen Schimpf

Der Countdown läuft, am Donnerstag ist es soweit. Um 11:11 Uhr heißt es dann wieder: Die Narren sind los!


Wenn Sie jetzt schaudernd zusammenzucken, kann ich Sie beruhigen: Karneval ist nicht jedermanns Fall. Und muss es auch nicht sein. Es gibt allerdings eine Sache, die uns alle etwas angeht, jeck oder nicht. Denn die „tollen Tage“ bieten einiges an Konfliktpotenzial. Damit Sie sich nicht noch bis weit über Aschermittwoch hinaus mit den Nachwirkungen der Session auseinandersetzen müssen, habe ich für Sie die drei wichtigsten Survival- bzw. Konfliktvermeidungsstrategien zusammengestellt.

1. Projektplan erstellen

Sicher erinnern Sie sich auch noch an die Hornbach-Kampagne, die Heimwerker jeder Façon aufforderte: „Mach es zu deinem Projekt!“ Daran sollten Sie sich ein Beispiel nehmen. Ja, richtig gelesen: Machen Sie Karneval in Ihrem Unternehmen zu einem „Projekt“. Dazu gehört natürlich auch ein ausgeklügelter Projektplan. Glauben Sie mir – es lohnt sich. So können Sie dafür sorgen, dass Sie nicht wieder von der jecken Zeit überrascht werden und dass es vor allem unter den Kollegen kein böses Blut gibt, weil sich jemand benachteiligt fühlt. Auch wenn die Karnevalstage für die echten Jecken Feiertagscharakter haben – rein rechtlich gesehen handelt es sich bei Altweiber, Rosenmontag und Co. um normale Arbeitstage. Damit der Betrieb dennoch rund läuft ist es sinnvoll, für eine „Notbesetzung“ zu sorgen. Am besten mit Mitarbeitern, die wenig karnevalsaffin sind. So können die Jecken Urlaub nehmen oder Überstunden abfeiern und sich ins Getümmel stürzen – und die anderen haben ihre Ruhe. In den Hochburgen wie Köln, Mainz und Düsseldorf hat es sich längst eingebürgert, zumindest am Rosenmontag die Pforten geschlossen zu lassen. Brauchtumspflege ist wichtig – aber bitte informieren Sie Ihre Kunden früh genug darüber und sorgen Sie dafür, dass keine wichtigen Fristen o.ä. in die Karnevalswoche fallen.

2. Klare Regeln definieren

Wie in vielen Fällen gilt auch hier: Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden! Graben Sie potenziellen Konflikten lieber von vornherein das Wasser ab, indem Sie gemeinsam ein paar Regeln für die „Ausnahmezeit“ festlegen. Wenn klar ist, dass keine Krawatten ohne Zustimmung massakriert werden, brauchtumsfremde Kollegen nicht zwangsgeschminkt werden, nach der Polonaise durchs Unternehmen weitergearbeitet wird und der gemeinsame Umtrunk bis 16 Uhr warten muss, ist viel gewonnen. Den jecken Kollegen die gute Stimmung ganz und gar zu verbieten, meine ich damit jedoch nicht. Wie wäre es zum Beispiel mit einem gemeinsamen (Kater)Frühstück? Da haben alle Kollegen etwas von!

3. Vermittler bestimmen

Ginge es im Karneval nur um Musik und gute Laune, wäre das ganze wahrscheinlich gar kein Problem. Doch Alkohol, hormonverseuchte Polonaisen und Bützchen bringen die Emotionen in Wallung – und damit schnell einen Konflikt aufs Tapet. Daher kann ich nur dazu raten, auch für diese Gebiete klare Regeln zu definieren. Egal, in welchem Kreis Sie feiern – unter Kollegen, Freunden oder Bekannten. Es kann auch sehr hilfreich sein, vorher einen Vermittler zu bestimmen, an den man sich im Zweifelsfalle wenden kann, wenn eine Situation doch etwas aus dem Ruder gelaufen ist. Gerade in Hinblick auf Übergriffigkeit und angemessene Annäherungen. Die Finger bleiben im eigenen Kostüm! Dazu rate ich besonders, wenn eine Feier im Firmenumfeld stattfindet. Denn auch, wenn es verlockend ist: Konflikte lassen sich nicht durch Schweigen aus der Welt schaffen.

Last, but not least noch ein kleiner Hinweis an die rheinischen Frohnaturen unter Ihnen: Ich gönne Ihnen die Freude. Aber bitte drangsalieren Sie Zugezogene nicht mit Missionierungsversuchen. Damit sorgen Sie bestenfalls für schlechte Stimmung und dicke Luft im Team.

Und falls Sie selbst eher zu den Karnevalsvermeidern gehören: Durchatmen! „De Zoch kütt“ – und Sie werden ihn nicht aufhalten können. Ich wünsche Ihnen die nötige Entspanntheit und Gelassenheit. Mit diesen Tipps werden Sie zumindest im beruflichen Umfeld die Nebenwirkungen deutlich abschwächen können. Und die gute Nachricht: Am Aschermittwoch ist alles vorbei!

Stoßen Sie sich nicht den Kopf an meinen Denkanstößen!

Yippie ya yeah, Start-up! Oder: Wie ich so richtig auf die Nase gefallen bin

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Sobald das Wort „Start-up“ fällt, kriegen viele feuchte Augen und brechen in Begeisterungsstürme aus: mega cool, das ist die Zukunft, muss man unbedingt unterstützen … Ich verrate Ihnen etwas: Muss man überhaupt nicht. Denn es ist gar nicht so leicht, die seriösen Vorhaben von den Windhunden zu unterscheiden. Hoffnungen können mitunter schnell enttäuscht werden.


Ich habe mich vor Jahren einem Beraternetzwerk angeschlossen, dass sich als größtes Netzwerk für freie Unternehmer im deutschsprachigen Raum etablieren wollte. Klang für mich nach einer guten Idee. Also unterschrieb ich einen Vertrag und es passierte … nichts. Rückblickend habe ich nichts außer enttäuschte Hoffnungen bekommen. Und es hat mich einen fünfstelligen Betrag gekostet, aus der Nummer wieder rauszukommen.

Meine drei Erkenntnisse, die ich an Sie weitergeben möchte:

    1. Auf eigene Bedürfnisse achten! Wer auf der Suche nach Support bei der Realisierung seiner Träume ist, ist schnell anfällig für Angebote wie „Top-Redner werden in drei Tagen!“ Egal wie schön es klingt – sowas ist Murks. Analyse – Check – realistisch bleiben.
    2. Es muss für beide Seiten eine Win-Win-Situation sein: Sie investieren Geld – und bekommen dafür im gleichen Moment Know-how, Kontakte oder was auch immer.
    3. Loslassen, vergeben und weitermachen. Ich habe im wahrsten Sinne des Wortes mein Lehrgeld bezahlt. Damit ist die Sache abgehakt. Belasten Sie sich nicht weiter mit negativer Energie!

Und falls jemand jetzt das hohe Lied von Start-ups singen will – zeige ich gerne meine Kontoauszüge. Ich bin selbst als Business Angel unterwegs, um es anders zu machen. Denn es heißt schließlich start-up und nicht –down.

Mehr dazu gibt es auf Konfliktmanagement TV, schauen Sie rein!

Der wahre Virus ist Egoismus!

Portrait zur Vita Christoph Maria Michalski fotografiert von Hergen Schimpf

Natürlich ist es eine Gefahr, eine Bedrohung, die uns alle angeht.


Da nutzt es auch nichts zu relativieren, dass an einer normalen Grippe viel mehr Menschen erkranken und sterben als an Corona. Was bei dieser Hysterie und Panik momentan nach oben gespült wird, ist die zeitgemäße Form von Egoismus.

Die Hamsterkäufe zeigen, dass in Extremsituationen jeder nur an sich selber denkt. Da werden Desinfektionsmittel und Gesichtsmasken gekauft, die einen ganzen Ortsteil über Jahre versorgen würden – die medizinischen Einrichtungen fehlen diese Gegenstände. Angeblich ist es der Selbsterhaltungstrieb und die individuelle Risikoabschätzung – sagen Fachleute.

Menschen sind Gemeinschaftswesen und ohne die Gemeinschaft würden wir nicht lange überleben können. Jetzt kommt der gewagte Sprung in die neue digitale Welt:

Dieser Egoismus wird durch die Neuen Medien stark fördert. Ich kann mich darstellen, bekomme Publikum und eine Reichweite, die mit bisherigen Medien nicht möglich war. Ich setze Filter ein, arrangiere die Bilder und bringe nur das nach außen, was mich vorteilhaft erscheinen lässt. Und das Ganze noch in meiner sogenannten Blase, also bei den Menschen, die ich mir in meinem virtuellen Freundeskreis ausgesucht habe.

Ein Influencer wird das nur durch seine Follower!

Das ist der entscheidende Satz, der die Kausalität entlarvt. Deren Einflussnahme erfolgt also durch die Folgschaft der Fans und durch die eigene Leistung des Influencers.

Die Kunst ist es, zwischen dem Ich und dem Wir eine Balance zu finden. Das zu schaffen in der sich immer schneller drehenden Welt wird schon für die Erwachsenen schwer. Wie bereiten wir unsere Kinder darauf vor? Aber ich merke ich schweife ab….

Wenn jeder Arzt und medizinisches Personal nur an sich denken würden- wem kann ich dann einen vorhusten?

Mehr dazu in meinem YouTube Video

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Ich ändere den Facebook Algorithmus

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…das irritiert mich immer wieder, wenn Menschen durchs posts ankündigen, dass sie dieses Wunder vollbringen.


IRONIEmodus an: Das ist das Gleiche, sich auf eine Klippe zu stellen und sich vorneigend lauthals zu verkünden „Ich widerspreche der Schwerkraft!“ Kann mann/frau machen, Ergebnis vorhersehbar und ungünstig.

Ein Algorithmus ist ein Rechenvorgang nach einem bestimmten Schema, das von Menschen vorgegeben ist. Mit Eingabe von Gewicht und Körpergröße (Anfangszustand) wird der Body-Mass-Index (Endzustand) berechnet- die Formel, die der Mensch hinterlegt hat, lautet BMI = Gewicht geteilt durch Körpergröße zum Quadrat.

Das Gleiche macht Facebook mit dem ehemals so titulierten Edgerank oder neuerdings Newsfeed Algorithmus. Einflussgrößen waren/sind Affiniät (Anzahl und Qualität der vergangenen Interaktionen (Kommentare, Likes, Shares …), Gewichtung (Kommentar oder Like), Timing und Aktualität. Weiterhin nur Text, oder mit Bild/Video, Livevideo….. So richtig weiß keiner, wie das funktioniert- Betriebsgeheimnis!

Ach so- ist der IRONIEmodus schon aus?-egal!

Was mir Angst macht, ist die digitale Amnesie, die sich dabei zeigt. Wir reden von Digitalisierung und Medienkompetenz und einfache Mechanismen der Bits und Bytes sind noch vielen Menschen verschlossen. Aber kräftig mit diskutieren!

Wieder mal Einstein „Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein!“
Wäre aber klüger gemäß „Si tacuisses, philosophus mansisses.“ – „Wenn du geschwiegen hättest, wärst du ein Philosoph geblieben.“

BESSERWISSERmodus aus!

P.S. Bildung ist die wichtigste Investition in die Zukunft- Auch bei Erwachsenen!

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Sicherheit muss fühlbar sein!

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In den letzten Wochen tobt ein erbitterter Expertenstreit: Pandemie ja oder nein,…


welche Vorkehrungen getroffen werden müssen. Wie sicher ist es, an einer Großveranstaltung teilzunehmen? Ist unser Gesundheitssystem ausreichend vorbereitet?…

Meiner Einschätzung nach entsteht die hohe Temperatur die Diskussion durch den emotionalen Faktor. Sachliche Informationen tragen nur im geringen Maße zur Beruhigung der Bevölkerung bei. Alle Statistiken helfen mir nicht, wenn ich Angst habe.

Das ist für mich der große Mangel der aktuellen Diskussion: Das Bedürfnis nach Sicherheit wird nicht gestillt! Was mir also fehlt, sind tatkräftige Aktionen, wie zum Beispiel die Aussage eines Ministers, dass das Auffüllen von Regalen am Wochenende erlaubt sei, damit der Eindruck vermieden wird, es existieren Engpässe in der Versorgung. Wenn ein Fußballverein Zuschauern aus der Region Heinsberg das Angebot macht, den Stadionbesuch gegen Geldrückgabe und einer Freikarte auszusetzen.

Es würde meiner Ansicht nach also mehr zur Beruhigung beitragen, gemeinsame Aktivitäten zu entwickeln, die das Bedürfnis nach Sicherheit und Zusammenhalt fördern.

Warum werden in Schulen nicht offizielle Handwaschpausen eingerichtet, Elternabende und Infoveranstaltungen angehalten? Es gibt viele Ideen, wenn wir die Menschen einbeziehen.

Die Ausbreitung des Virus kann meiner Ansicht nach stark eingedämmt werden, wenn offensiv und für Menschen erlebbar gehandelt wird.

Das ist die Aufgabe eines Katastrophenplan für Pandemien, nicht nur die logistischen und wissenschaftlichen Aspekte zu berücksichtigen, sondern die Gefühlswelt und Bedürfnisse der Menschen aufzunehmen und durch gezielte Aktionen zu stärken.

Lieber mittendrin statt außen vor!

Mehr dazu in meinem YouTube Video

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