NEIN- nicht die nächsten 1000 Tipps für Heimarbeit- BITTE

Wir alle werden geflutet von Ratschlägen für ein gutes Homeoffice. Statt die nächsten 1000 einzuläuten,


präsentiere ich meine 5 K-to-K Punkte, die helfen, ein gemeinsames Verständnis aller Beteiligten zu entwickeln. Fangen wir vorn an:

Die 5 K sind

     

  1. Kontrakt
  2.  

  3. Kapseln
  4.  

  5. Kontakt
  6.  

  7. Kontinuität
  8.  

Beim Kontraktieren geht es um alles, was Rahmenbedingungen mit Fragezeichen (die ich mir spare) beinhaltet: Versicherungsfragen und Unfallschutz/ Haftung, wenn der Kakao des Kindes über die Tastatur läuft/ wenn etwas privates oder Firmeneigentum kaputt geht/ wer macht welche Anschaffungen, bestellt bzw. bezahlt diese und wem gehört dann was/ sind das geldwerte Vorteile, die versteuert werden müssen/ welche Versicherungen werden zusätzlich abgeschlossen/ wer sorgt mit welchen Maßnahmen für Datensicherheit und Schutzmaßnahmen gegen unbefugte Nutzung vor Ort/….

Beim Kapsulieren geht es um die Trennung von Familie und Job während der Arbeitszeit: Welche Regeln gibt es, damit die Arbeit dem sozialen Umwelt gerecht wird: Zettel an der Tür, Zettel unter der Tür durchschieben und Papa/Mama entscheidet dann, wann sie darauf reagieren? Welche Rituale gibt es, wenn Papa/Mama ins Büro geht- mit Musik und Konfettiregen- und wieder herauskommt? Wie werden die Pausen unterhaltsam für Wohnngsinsassen gestaltet? Welchen Priorisierungscode gibt es vom Arbeitsgeber, um die Dringlichkeit einer Aufgabe zu signalisieren?

Beim Kontaktieren geht es um die soziale Komponente, der Verbundenheit in der Entfernung: Ein Guten Morgen Anruf, Klöncall vor dem Mittag, Klatschchat, online Meeting mit einer emotionalen Blitzlichtrunde starten, Befindlichkeitsskala als aktuelles Bild in die Kamera einblenden.

Beim Kontinuieren geht es um die Stichworte Geduld, Toleranz, Flexibilität und den Empfindlichkeitsregler runterstellen, sodass eine gleichmäßig effiziente Zusammenarbeit auf Dauer möglich ist.

So das war, was sich hinter den 5 K verbirgt. Jetzt kommen wir zu der Frage, was das mit dem K-to-K auf sich hat. Das ist der eigentliche Grund für diesen Artikel. Von einer Seite und von der anderen Seite, nur so kann es gehen. Alle reden von Kollaboration, New Work, flachen Hierarchien, kurzen Wegen. Dafür ist das Homeoffice ein wunderbares Lernfeld, um das miteinander auf die Kette zu kriegen: Klartext reden, Argumente austauschen, Kompromisse finden, fair verhandeln, ins Tun kommen und immer weiter optimieren.

1994! habe ich eine Fortbildung zum Medientechnikpädagogen als Stipendiat des ESF -Fonds absolviert- 2 B-Kanäle bei ISDN bündeln und Telearbeitsplätze einrichten. Puh, da waren wir also schon mal!

Auf das sich Homeoffice nicht in der Anschaffung von Büromaterial und Bandbreite erschöpft, sondern eine konstruktive Form der realen Arbeitswelt nach Corona bleibt.

Stoßen Sie sich nicht den Kopf an meinen Denkanstößen!