Konfliktvermeidung par excellence: Muttertag ist immer, nicht nur einmal im Jahr!

Zeit für Klartext

An alle Mütter da draußen: Nutzt den kommenden Sonntag mal so richtig schamlos aus. Lasst Euch verwöhnen, beschenken und bekochen! Lasst mal alles fallen und die Familie dafür springen. Gönnt Euch eine Spritztour im Cabrio, seid Einhörner! :)


Darum geht‘s

Große Werbeoffensive in den Parfümerien, im Supermarkt stehen Pralinenaufsteller auf einmal mitten im Gang und die Blumenläden quellen über vor roten Rosen und hübsch dekorierten Gestecken. Klarer Fall: Am 12. Mai ist es wieder soweit – der Muttertag steht vor der Tür!

Zu welchem Lager Sie gehören, wird sich jetzt schnell zeigen: Entweder zu denen, für die der Muttertag nur ein aus Amerika eingeschleppter Tag des Konsumterrors ist. Oder aber zu den Menschen, die großen Wert auf diesen Tag legen – geknüpft an die Hoffnung, mit einem Frühstück im Bett, Blumen und anderen Nettigkeiten bedacht zu werden. Hier wird auf den ersten Blick klar: Debattieren können Sie, bis das der Arzt kommt. Sie werden Ihr Gegenüber nicht überzeugen können, dass der Muttertag eine sinnvolle oder unsinnige Institution ist. Und das nicht erst seit gestern: Entstanden ist der Tag 1864 aus einer amerikanischen Mütterbewegung. In Deutschland erstmals im Jahr 1922 von Blumengeschäftsinhabern plakatiert, nahm das „Unheil“ damit seinen Lauf …

Wertschätzung ist wichtiger als Geschenke

Aus meiner Sicht ist der Muttertag vor allem aus einem Grund wichtig: weil er einen entscheidenden Symbolcharakter hat. Er dient dazu, uns auf etwas aufmerksam zu machen, das eigentlich selbstverständlich sein sollte: Wertschätzung. Es bringt absolut nichts, seine Mutter am Tag selbst mit Aufmerksamkeit zu überschütten – und sich dann wieder wochenlang nicht zu melden. Das ist ungefähr so, als wenn Sie einen Tag Sport treiben und abends einen Salat essen – und sich dann wundern, warum es mit der Bikini-Figur nicht klappt. Entscheidend ist, wie in so vielen Dingen, die innere Haltung. Sicher ist es schön, wenn Sie Ihrer Mutter am Sonntag eine kleine Freude machen. Doch es zählt wesentlich mehr, wenn Sie sie auch die restlichen 364 Tage des Jahres respektvoll und wertschätzend behandeln.

Das gleiche gilt auch für Konflikte: Sich einmal entschuldigen und Besserung geloben – und dann weitermachen wie bisher? So ändert sich gar nichts. Es kommt darauf an, die innere Haltung zu verändern – und das ist ein langfristiger Prozess. So, wie Sie auch Ihre Ernährung nicht von heute auf morgen umstellen oder zum Marathon-Läufer werden.

Der Tipp vom Konfliktnavigator

Falls es am Sonntag Knatsch geben sollte: Versuchen Sie nicht, Ihr Gegenüber zu überzeugen und auf Ihre Seite zu ziehen – sondern handeln Sie stattdessen vielleicht Regeln aus, mit denen sich ein „Muttertagsclash“ künftig vermeiden lässt. Etwa, dass sich Sohn oder Tochter monatlich mal sehen lässt, im Urlaub auf den Hund aufpasst – oder einfach ein offenes Ohr schenkt, trotz stressigem Job, Kindern und Co.

In diesem Sinne: Einen schönen Muttertag – nicht nur Sonntag!

Noch nicht genug? Hier gibt’s das Video zum Thema!

Stoßen Sie sich nicht den Kopf an meinen Denkanstößen!