Heute ist der Tag der Blockflöte und welches Schicksal sie mit Konflikten gemeinsam hat!

Bei vielen Menschen sträuben sich bei dem Wort "Blockflöte" die Nackenhaare auf.


Alles Erinnerungen an unsere Schulzeit, wo wir teilweise im Musikunterricht mit diesem Klangschnuller oder auch Spuckholz gequält worden sind. Wer halbwegs gut singen konnte, bekam eine Note 2 und wer zusätzlich noch ein Lied auf dem Holz spielen konnte, die Note 1.

Dabei ist die Blockflöte eines der ältesten Instrumente der Welt, beginnend in der prähistorischen Zeit, wo ausgehöhlte Knochen zum Einsatz kamen. Vielleicht ist das die Erklärung, warum uns das Blockflötenspiel zu Weihnachten so durch Mark und Bein gegangen ist :-).

Blockflöten und Konflikte teilen sich ein ähnliches Schicksal- das schlechte Image wie oben beschrieben und gleichzeitig die vielfach mangelnde ausgeprägte Fähigkeit, “es” zu beherrschen.

Bei Konflikten wird oben etwas rein geblasen und wir sind in der Lage, das was weiter unten rauskommt, zu manipulieren, also zu handhaben, zu gestalten und zu einer wohlklingenden Melodie umzuwandeln.

Es ist ungemein hilfreich, sich also über die Funktion der Instrumente im Klaren zu sein.  Als studierter Musiker könnte ich auch über das Holz sprechen, mir liegt aber das menschliche näher.

Was ich von mir gebe ist das Ausgangsmaterial, im wahrsten Sinne des Wortes der gute Ton: Meine Ansprache an den Gesprächspartner, die Wortwahl, meine Argumentation. Dazu gehört auch, mal die Luft anzuhalten und zu atmen. Des weiteren die Möglichkeit, mit dem Publikum zu interagieren und in einen echten Dialog zu kommen. Die äußeren Rahmenbedingungen sind ebenfalls ein wichtiger Faktor: Zeitpunkt, räumliche Gegebenheiten, also die atmosphärischen Dinge. Ganz zu schweigen von der Frage, ob dieses Thema jetzt gerade auf dem aktuellen Spielplan einer Familie, einem Team oder einem Unternehmen steht.

Sie ahnen, dass ich noch viele Analogien zwischen beiden Themen benennen könnte. Bevor ich jetzt den Bogen überspanne, ende ich mit einem Zitat von Johann Gottfried Seume:

“Wo man singt, da laß’ dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder.“

Stoßen Sie sich nicht den Kopf an meinen Denkanstößen!