13.000 beim Konzert und meine Kneipe ist zu – echt jetzt?

Die Überschrift klingt erstmal schräg, ist aber das, was viele über diese Aktion denken.

Als Experte wurde ich beim ARD BRISANT Magazin …


wurde ich gefragt, ob das Konzert mit Sarah Connor und Bryan Adams Anfang September 2020 stattfinden solle. Meine Antwort war klar: „Es ist unverantwortlich, dieses Experiment zum jetzigen Zeitpunkt zu wagen!“

Die Spaltung

Infektionsbiologisch und seuchentechnisch kann man die Sinnhaftigkeit nur hinterher beurteilen. Das akut Fatale daran ist, dass es unsere Gesellschaft spaltet und das Unverständnis fördert -es wirft bei verschiedenen Interessengruppen sofort Fragen auf: Warum darf mein Theater, mein Kino, mein Veranstaltungsraum, meine Konzerthalle, meine Sportanlage usw. das nicht genauso?

Die Diskussion über die Einzelheiten, wie Hygienekonzept, Besucherwegeführung, Personalisierung von Tickets- so weit kommt man gar nicht in der Diskussion, weil der Wunsch nach Normalität und gemeinschaftlichen Erlebnissen die sachliche Debatte erschwert.

Ja- ich will wieder meine Fangesänge in der Stadionkurve erleben, mit meinem Feuerzeug zu der Lieblingsbandatmosphäre beisteuern, besondere Tage meiner Familie ausgiebig und ausgelassen feiern.

Wie gesagt, es geht nicht um die Glaubensfrage, wann welche Lockerung eintritt, sondern um das Spiel mit Wünschen und Emotionen der Bevölkerung. Und was mich am meisten irritiert ist, dass es auch mit der Profilierung einzelner Personen einher geht- sowohl in die eine als auch die andere Richtung.

Vielleicht sind die Menschen nicht so an der Nase herumzuführen, angeblich so unverantwortlich, wie manchmal suggeriert wird: Zum heutigen Zeitpunkt sind 3000 von 13.000 Karten verkauft.

Der Versuch

Da gibt es ein meiner Ansicht interessanteres Experiment unter https://www.restart19.de/ –Simulationen zum Übertragungsrisiko von COVID-19 im Rahmen von Sport- und Kultur-Großveranstaltungen in geschlossenen Räumen- am Beispiel vom Tim Bendzko Konzert in Leipzig:

„Hauptziel der Forscher ist es, ein mathematisches Modell zu entwickeln, mit dem das Risiko eines Corona-Ausbruchs nach Großveranstaltungen in Hallen berechnet werden kann. Für die Studie müssen alle Teilnehmer negativ auf Corona getestet sein. Alle Beteiligten bekämen nach ihrer Anmeldung einen Test zugeschickt und sollten ihn möglichst bei einer Sammelstelle abgeben, sagte eine Sprecherin der Uni-Klinik. Das Testergebnis werde per Mail versandt und müsse am 22. August mitgebracht werden. Die Forscher stellen FFP2-Masken, die während des gesamten Experiments getragen werden müssen…
Hauptziel der Forscher ist es, ein mathematisches Modell zu entwickeln, mit dem das Risiko eines Corona-Ausbruchs nach Großveranstaltungen in Hallen berechnet werden kann. Für die Studie müssen alle Teilnehmer negativ auf Corona getestet sein. Alle Beteiligten bekämen nach ihrer Anmeldung einen Test zugeschickt und sollten ihn möglichst bei einer Sammelstelle abgeben, sagte eine Sprecherin der Uni-Klinik. Das Testergebnis werde per Mail versandt und müsse am 22. August mitgebracht werden. Die Forscher stellen FFP2-Masken, die während des gesamten Experiments getragen werden müssen.
Quelle https://www.mdr.de/sachsen/leipzig/leipzig-leipzig-land/bendzko-corona-experiment-frist-verlaengert-100.html

Die Forderung

Solange nicht alle Fachleute, Ämter und Behörden an einem Strang ziehen, wird das Unverständnis der Bevölkerung nur größer, die Stimmung schlechter und die Katastrophenmüdigkeit nimmt zu.

Mein Angebot, das Kommunikationsministerium kommissarisch zu übernehmen, steht immer noch :-)!

Kontakt einfach unter senior@christoph-michalski.de oder 01578.1765683

Stoßen Sie sich nicht den Kopf an meinen Denkanstößen!

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