Wert(e) und Konflikt(e)

Es gibt über 340 Wörter mit der Anfangssilbe „Wert-“


Mir wurde erst durch das Klammer-(e) deutlich, dass dieses Wortspiel ein immenses Bedeutungssynonym darstellt.

  • wert(e)voll
  • Wert(e)verlust
  • Wert(e)schätzung
  • Wert(e)papier
  • Wert(e)stoffhof
  • Wert(e)schöpfungskette

Höre ich von einem wertvollen Unternehmen, taucht sofort die Frage auf, worin der/die Wert(e) bestehen.
Wertvoll zu einem Stichtag ist ein Unternehmen, wenn es alle Mitarbeiter/innen entlässt und dafür Maschinen kauft. Ziehen Sie da mal mit Ihrem Wirtschaftsprüfer Bilanz ;-).

Ich weiß, der Begriff „Werte“ wird gerade in der Beratungsszene stark strapaziert. Als Chef weiß man/frau gerade nicht, um was sich neben Achtsamkeit, Resilienz, Stressbewältigung, Employer Branding, Content Marketing, Storytelling, emotional/neuronales Online-Marketing noch zu kümmern ist.

Aus der Bruchrechnung kommt mir das kgV (kleinste gemeinsame Vielfache) in den Sinn, also die kleinste Zahl, die durch beide Zahlen teilbar ist.
Sind das die Werte, die den Wert eines Unternehmens ausmachen? Entsteht aus Werten der Wert eines Unternehmens?

Beim Konfliktmanagement regeln die Werte die Rahmenbedingungen und grenzen die Spielregeln ab. Sie geben die Argumentationsrichtung in der Debatte vor und werten damit das Gewicht und die Kraft der Worte. Und schließen ggf. den Kampf als Interaktionsform aus, außer natürlich bei Firmen, wo Darwin zum Erfolg gehört (ohne jede Ironie und Bewertung!).
Bei Konflikten sind immer Gefühle im Spiel. Sie entstehen, wenn die eigenen Werte missachtet, ignoriert und/oder verletzt werden.

Meine fünf Werte lauten in der Reihenfolge: Freiheit, Zielorientiertheit, Robustheit, Respekt und Spaß!

P.S. Mein Verständnis von Werten geht über die in vielen Leitbildern verwendeten Worthülsen wie Ehrlichkeit, Offenheit, Flexibilität, Eigenverantwortung, Nachhaltigkeit und Co. weit und noch weiter hinaus J.

Stoßen Sie sich nicht den Kopf an meinen Denkanstößen!