Konfliktmanagement

Unter Konfliktmanagement versteht man alle systematischen Maßnahmen, um die Ausbreitung von vorhandenen Konflikten und deren Eskalation zu vermeiden. Dazu zählen Feststellung, Steuerung und Regelung durch spezifische Prozesse, die als wesentlicher Bestandteil der Unternehmenskultur gelten. Hier setzt auch mein Kritikpunkt an: Konfliktmanagement greift den Konflikt auf wenn er existiert, um ihn dann mit klar festgelegten Prozessschritten zu lösen. Wie ein Konflikt entsteht wie er sich vermeiden lässt? Darauf antwortet das Konfliktmanagement nicht.

Die Installation eines konstruktiven Konfliktmanagements

wirkt sich horizontal und vertikal auf die ganze Firma aus. Beispiele sind:

  • Sprachlicher Ausdruck in Meetings – fragen Sie nach der Meinung oder einem Urteil? Meine Meinung kann ich ohne Gesichtsverlust ändern, ein Urteil steht für lange Zeit fest und eine Abweichung davon schwächt mein Standing.
  • Organisatorisch ungünstige Zuordnung von Aufgaben und Prozessen – die Personalabteilung entsteht aus der Gehaltsabrechnung, weil es historisch so gewachsen ist und außerdem Aufstiegsmöglichkeiten für verdiente Mitarbeiter bietet (Gefahr des Peter-Prinzips).
  • Führungs-/Gesellschafterstreitigkeiten, unklare Positionen und gegeneinander – Mitarbeiter wägen ab, welche Partei siegen wird, und ordnen sich dementsprechend hoffnungsvoll zu.  Es ist schwer, parallel zum Überlebenswillen Geschäft/Umsatz zu generieren.